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Chick Corea verstorben

Am 9. Februar ist Chick Corea im Alter von 79 Jahren einer Krebserkrankung erlegen. Der Pianist und Komponist gehörte zu den einflussreichsten und bedeutendsten Jazz-Musikern seiner Zeit.

12.02.2021 10:18 • von Dietmar Schwenger
Verstorben: Chick Corea (Bild: Concord Records)

Am 9. Februar 2021 ist Chick Corea im Alter von 79 Jahren einer erst kürzlich diagnostizierten Krebserkrankung erlegen. Der am 12. Juni 1941 in Chelsea, im US-Bundesstaat Massachusetts, geborene Pianist und Komponist gehörte zu den einflussreichsten und bedeutendsten Jazz-Musikern seiner Zeit. Mit der Formation Return To Forever gilt er zudem als einer der Gründerväter des Fusion-Jazzrocks.

Chick Corea, der Sohn eines Bandleaders, begann seine Solokarriere in den 60ern, nachdem er zuvor bereits für Cab Calloway, Mongo Santamaría und Willie Bobo gearbeitet hatte. 1966 erschien sein erstes eigenes Album, "Tones for Joan's Bones", zwei Jahre später folgte das einflussreiche "Now He Sings, Now He Sobs". 1968 stiieß er zur Band von Miles Davis, wo er unter anderem auf den Alben "In A Silent Way" und "Bitches Brew" zu hören.

1970 gründete er ein eigenes Quartett, von 1971 bis 1978 war er vor allem mit der Jazzrock-Formation Return To Forever aktiv, deren Album "Return To Forever" oder "Light As A Feather" mit seiner bekanntesten Komposition, "Spain", den Grundstein legten für das Jazzrock-Genre. Er veröffentlichte weiter Soloalben und arbeitete mit zahlreichen Jazzgrüßen wie Herbie Hancock, John McLaughlin, Dave Holland, Gary Burton, Joe Henderson, Gary Peacock Roy Haynes, John Patitucci, Frank Gambale und Dave Weckl.

Mit Stretch Records gründete er 1992 ein eigenes Label, das später bei Concord Records andockte, wo Chick Corea in den vergangenen 24 Jahren unter Vertrag stand. "Concord Recorded Music hatte das große Privileg, über Jahrzehnte mit Chick Corea zusammenarbeiten zu dürfen. Wir trauern um diesen grossen Musiker", schreibt Tina Funk, Managing Director Concord Music GSA.