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Umfrage: Einlass nur mit Impfausweis?

Klaus-Peter Schulenberg, CEO CTS Eventim, hat mit seiner Aussage zum Nachweis einer Impfung als Zugangsvoraussetzung für den Besuch von Veranstaltungen die Debatten zu Privilegien für Corona-Geimpfte und zu den möglichen Wiederöffnungsszenarien befeuert. MusikWoche sammelte dazu Stimmen aus der Branche ein.

12.02.2021 11:44 • von Frank Medwedeff
- (Bild: MusikWoche)

Klaus-Peter Schulenberg, CEO CTS Eventim, hat mit seiner Aussage zum Nachweis einer Impfung als Zugangsvoraussetzung für den Besuch von Veranstaltungen die Debatten zu Privilegien für Corona-Geimpfte und zu den möglichen Wiederöffnungsszenarien befeuert. MusikWoche sammelte dazu Stimmen aus der Branche ein.

Wörtlich erklärte Schulenberg gegenüber der »Wirtschaftswoche«: »Wenn es genug Impfstoff gibt, und jeder sich impfen lassen kann, dann sollten privatwirtschaftliche Veranstalter auch die Möglichkeit haben, eine Impfung zur Zugangsvoraussetzung für Veranstaltungen zu machen.« Damit fordere der CTS-Eventim-Chef zwar ausdrücklich nicht eine staatlich verordnete Impfpflicht, um für Konzerte und andere Veranstaltungen nach Ende des Lockdowns Einlass zu bekommen - wie er nach erstem starken Gegenwind in den sozialen Medien klarstellte. Für die Möglichkeit dazu habe sein Unternehmen aber bereits die technischen Voraussetzungen geschaffen: CTS Eventim habe die »Systeme so eingerichtet, dass sie auch Impf­ausweise lesen können«.

In die gleiche Richtung wie Schulenberg ging auch eine Äußerung der Bundeskanzlerin zum Thema: In der ARD-Fernsehsendung »Farbe bekennen« sagte Angela Merkel: »Ich glaube, wenn wir später sehr vielen Menschen ein Angebot gemacht haben können zum Impfen; und dann sagen manche Menschen, wir haben keine Impfpflicht, jetzt möchte ich nicht geimpft werden, dann muss man vielleicht schon solche Unterschiede machen und sagen: Okay, wer das nicht möchte, der kann vielleicht auch bestimmte Dinge nicht machen.«

Der Deutsche Ethikrat betont in einer Pressemitteilung mit dem Titel »Besondere Regeln für Geimpfte?« zwar, dass sich »die individuelle Rücknahme staatlicher Freiheitsbeschränkungen« zum jetzigen Zeitpunkt schon deshalb verbiete, »weil die Möglichkeit einer Weiterverbreitung des Virus durch Geimpfte nicht hinreichend sicher ausgeschlossen werden kann«. Doch die tiefgreifenden coronabedingten Einschränkungen des sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Lebens seien »nur solange gerechtfertigt, wie die Versorgung schwer erkrankter Covid-19-Patienten das Gesundheitssystem akut zu überlasten droht«. Bei der Frage, inwieweit privaten Anbietern verwehrt werden könne, »den Zugang zu von ihnen angebotenen Waren und Diensteistungen zu beschränken, ist die Vertragsfreiheit zu berücksichtigen«, verlautet der Ethikrat. Diese stelle es »Privatpersonen und privaten Unternehmen grundsätzlich frei, zu entscheiden, mit wem diese einen Vertrag abschließen«, so der Ethikrat, der hiermit also mit Klaus-Peter Schulenbergs Aussage durchaus konform geht.

Eine der ersten ablehnenden Reaktionen auf Schulenbergs Einwurf kam von S-Promotion Event. Deren Geschäftsführer Stefan Schornstein erklärte: »Der Vorstoß von Eventim geht in die völlig falsche Richtung. Wir distanzieren uns ganz klar von dieser absurden Idee und stellen ernsthaft die weitere Zusammenarbeit mit Ticketbetreibern, die solche Maßnahmen in Erwägung ziehen, in Frage.« Eine mögliche »Impfpflicht« für Konzertbesucher lehne sein Unternehmen als Tourneeveranstalter und Ticketvertreiber jedenfalls entschieden ab als Verstoß gegen das Diskrimierungsverbot im Grundgesetz - und als unrealistisch, da derzeit die Einlösung des Impfversprechens der Bundesregierung nicht zu erfüllen sei, weil die Anbieter ihre Lieferzusagen nicht erfüllen könnten. »Wir appellieren an die Verantwortlichen, Lösungen zur Wiederherstellung des Spielbetriebs zu finden, die allen Ticketkäufern die Möglichkeit geben, eine Veranstaltung zu besuchen, zum Beispiel durch freiwillige Impfungen, Corona-Schnelltests, Maskenpflicht und die Einhaltung von Hygienevorschriften bei Veranstaltungen.«

Marius Brozi (Contour), der Festival-Direktor des Summerjam Festivals, meint: »Unserer Auffassung nach hat Schulenberg damit erstmal nur sagen wollen, die technischen Voraussetzungen geschaffen zu haben. Wir selber glauben aber nicht, dass eine solche Umsetzung wirklich zielführend ist, sondern wir wollen weiterhin unseren Grundsätzen treu bleiben und jeden bei uns begrüßen. Wenn die Politik perspektivisch die nächsten Jahre den Besuch von Veranstaltungen nur noch Geimpften erlauben würde, müsste man eine ausführliche Diskussion dazu führen.« Das Summerjam Festival am Fühlinger See in Köln wolle jedenfalls weiter für »ein positives, tolerantes und weltoffenes Miteinander in einzigartiger Atmosphäre« stehen.

Timo Feuerbach, der Geschäftsführer des Europäischen Verbands der Veranstaltungs-Centren (EVVC), erklärt: »Entscheidend bei dieser Diskussion ist, dass es hier nicht um Privilegien für bestimmte Personengruppen oder Ausgrenzungen geht, sondern vielmehr um die Rücknahme der Einschränkungen von Grundrechten. Gemeinsam mit den anderen Partnern im Forum Veranstaltungswirtschaft setzen wir auf ein risikobasiertes Stufenmodell, das den Menschen die Möglichkeit für sichere persönliche Begegnungen und der Branche eine Perspektive bietet.« Zunächst können, so Feuerbach, Veranstaltungen mit den jeweils erforderlichen Hygienemaßnahmen wie Maske und Abstand und damit verminderter Kapazitätsauslastung ermöglicht werden. »Im nächsten Schritt, und hier kommen fast täglich neue wissenschaftliche Erkenntnisse hinzu, könnten geeignete Teststrategien und schließlich auch Impfungen zu Vereinfachungen führen, bis hin zur Rücknahme aller Einschränkungen bei Erreichung des Gemeinschaftsschutzes, wenn die Möglichkeit einer Weiterverbreitung des Virus durch Geimpfte ausgeschlossen werden kann. Auch die Förderung von Schnelltests im Zusammenhang mit Veranstaltungen können unserer Ansicht nach ein Lösungsansatz sein.«

Ilona Jarabek, die Präsidentin des EVVC und Geschäftsführerin der Musik- und Kongresshalle in Lübeck, ergänzt: »Entscheidend für den Einsatz von Schnelltests ist deren Validität und Verlässlichkeit. Was deren Anwendung in Teststraßen vor einer Veranstaltungslocation betrifft, müssen die logistischen Herausforderungen beachtet werden. Vor allem bei großen Veranstaltungen sind dem Grenzen gesetzt. Dahingehend erscheint mir die Kontrolle von Impfnachweisen einfacher und sicherer umzusetzen. Rein rechtlich steht es jedem privaten Veranstalter zu, selbst zu entscheiden, wen er zu seinem Event zulässt, und das ist auch gut so. Gut vorstellbar ist allerdings auch, dass nach den anfänglichen Schwierigkeiten die Impfquote rasch ansteigen wird, und wir alsbald das Ziel erreichen, zwei Drittel der Bevölkerung zu immunisieren. In diesem Fall stellt sich für mich die Frage am Einlass nicht mehr, ob geimpft oder nicht.«

Petr Pandula, Geschäftsführer Magnetic Music, erläutert: »Ich würde die Impfpflicht für richtig halten. Zwar bin ich ein alter 68er, dem zu viel Staat und zu viele Vorschriften ein Gräuel sind, aber mit Impfpflicht für Konzerte habe ich kein Problem. Es handelt sich ja eh um eine eher vorübergehende Maßnahme. Zudem müssen sich die Menschen, die sich hier diskriminiert fühlen, vor Augen führen, dass sie zum Beispiel bei einem Urlaub in Afrika gleich mehre Impfungen als Grundvoraussetzung für die Reise auf sich nehmen müssen. Oder für gewisse Länder braucht man ein Visum. Damit hat doch niemand ein Problem.« Auch werden laut Pandula »einige Länder weltweit auch eine Impfung zur Grundvoraussetzung machen, um dort in der Zukunft einreisen zu können«. Zudem müsse man zwei Güter hier gegeneinander abwägen: »die persönliche Freiheit und Selbstbestimmung im Vergleich zu dem Recht der Künstler, Crews, des Hallenpersonals und der Veranstalter, ihren Beruf in einer einigermaßen sicheren Umgebung ausführen zu können beziehungsweise überhaupt ihrem Beruf noch nachgehen zu können. Leider ist es in unserer Zeit immer mehr der Fall, dass sich die Meinungen in sozialen Netzwerken extrem polarisieren. Ich hoffe, dass diese Diskussion um die wohl vorübergehende Impfpflicht nur ein kurzes Gastspiel geben wird und in einer sachlichen und entspannten Atmosphäre stattfindet.«

Michael Bisping und Dieter Schubert, die beiden Geschäftsführer von ass concerts & promotion, liefern folgendes gemeinsame Statement: »Grundsätzlich besteht in Deutschland Vertragsfreiheit, also steht es jedem frei, mit wem und mit wem nicht ein Vertrag geschlossen wird, mithin auch jedem Veranstalter im Hinblick auf die Veranstaltungsbesucher ...« Ob dies auch menschlich oder aus Fairnessgründen vertretbar sei, stehe indes auf einem anderen Blatt. »Wenn man bedenkt, dass es eine ganze Menge Menschen gibt, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden dürfen, oder daran, dass bislang noch nicht mal ein Impfstoff für unter 16-Jährige existiert, kommen uns daran Zweifel. Außerdem dürften auch die Künstler, um deren Shows es geht, hier ein Wort mitzureden haben, denn es kann und wird ihnen nicht egal sein, ob und welchen Gruppen gegebenenfalls der Zugang zu ihren Auftritten verwehrt wird, so zum Beispiel eben allen, die - egal aus welchen Gründen - eine Impfung ablehnen oder nicht erhalten können.« Darüber hinaus erscheint Bisping und Schubert diese Diskussion, »die wir grundsätzlich begrüßen, da sie eben nicht nur wirtschaftliche sondern auch ethische Aspekte hat, etwas verfrüht. Wenn unsere Bundesregierung allen Bürgern bis zum 21.9.2021 ein 'Impfangebot' machen will, heißt das doch nichts anderes, als dass der Vorschlag eh nicht vor dem Frühjahr 2022 praktizierbar sein würde. Bis dahin gibt es doch vielleicht bessere Möglichkeiten als diese - umso mehr, als uns doch allen klar sein dürfte, dass dieser Virus ja nicht einfach verschwinden wird. Oder heißt das: in Zukunft nur noch Konzerte für Fans mit Impfpass?«

Für Target Concerts äußern sich Geschäftsführer Michael Löffler und Pressesprecher Christoph Neder wie folgt: »Aktuell gibt es viel Aufruhr und Kritik zu der Aussage von Klaus-Peter Schulenberg, ob der Nachweis einer Corona-Impfung eine Zugangsvoraussetzung für Konzerte werden könnte. Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir als Veranstalter allerdings noch weit weg von Großveranstaltungen ohne Abstand, so dass eine Aussage darüber nicht mehr als bloße Spekulation wäre.« Nachdem die Impfkampagne deutlich langsamer als erhofft begonnen habe, müsse man sehen, »bis wann überhaupt jedem Interessenten ein Impfangebot gemacht werden kann, und ob Geimpfte auch noch im selben Maße Überträger des Covid-Virus sein können. Die nächsten Monate werden hier erst langsam zeigen, wie die neue Normalität nach Corona aussehen wird, und ob eine entsprechende Impfung oder andere Vorkehrungen wie Schnelltests für Großveranstaltungen oder auch Tourismus, Messen und anderes ein Thema bleiben«, heißt es weiter dazu aus München.

Peter Schwenkow, der CEO der DEAG, meint, dass die Debatte sicherlich geführt werden müsse, »aber angesichts der Beschaffungsprobleme der EU für Impfstoff für europäische impfwillige Bewohner kommt die Diskussion zur Unzeit«.

Dieser Ansicht sind auch Sasha und Christian Vadillo-Bilda, das Geschäftsführer-Paar der Hamburger Konzertagentur x-why-z: »Diese Diskussion ist zum jetzigen Zeitpunkt völlig fehl am Platz und zeugt von fehlendem Fingerspitzengefühl für die bereits bestehende und durch die verlängerten ­pandemiebedingten Einschränkungen weiter steigende Spaltung innerhalb der Gesellschaft. Sofern überhaupt notwendig, wird irgendwann im Dialog zwischen Tourneeveranstalter, Agentur/­Management und Künstler diese Thematik besprochen und dann im Sinne der Künstler und Fans entschieden werden. Solange nicht absehbar ist, wann genügend ­Impfstoff für alle, die sich impfen lassen ­möchten, zur Verfügung steht, sollte man vielleicht generell von ­öffentlichen Debatten über ­Privilegien für Geimpfte im Allgemeinen und über die pauschale Ausgrenzung von nicht geimpften Veranstaltungs­besuchern im Besonderen absehen.«

Seitens der LiveKomm betont Karsten Schölermann, Sprecher der Arbeitsgruppe Politik des Spielstättenverbandes, dass die Veranstaltungswirtschaft »mit den vielfältigen Kultur- und Konzertveranstaltungen, dem Sport- und Ligabetrieb, ihren Shows und Festivals bis hin zu den Festen, Märkten und den Kongressen und Messen« enorm wichtig sei. »Sie steht für eine lebendige Demokratie und Lebensqualität in unserer Gesellschaft«, so Schölermann. »Veranstaltungen sind systemrelevant und von immenser wirtschaftlicher Bedeutung, für Städte und Regionen sind sie ein wichtiger Standortfaktor mit Ausstrahlungseffekten in viele weitere Bereiche.« Ziel müsse es sein, »perspektivisch wieder zu einem normalen Veranstaltungsbetrieb in allen Bereichen zu kommen. Wir haben im vergangenen Jahr gezeigt, dass sich Veranstaltungen sicher umsetzen lassen. Die Veranstaltungswirtschaft ist elementarer Teil des 'Restart', Sie steht für Vertrauen und gibt den Menschen wieder die Möglichkeit, sich in einem sicheren Umfeld persönlich zu begegnen. Dafür haben wir gemeinsam eine differenzierte Betrachtung in drei Stufen entworfen, und eine 'Maßnahmen-Veranstaltungsmatrix' aufgestellt.« Das Matrix-Denken gehe dabei so:

»Matrix A: Der Veranstalter macht nichts, dann darf er nur wenig beziehungswiese gar nichts veranstalten. Produktionen oder 'Streaming Shows ohne Publikum' sind aber noch möglich.Matrix B: Der Veranstalter setzt AHA + L um und hat darüber hinaus ein genau auf meine Veranstaltung angepasstes Sicherheits-(Corona-) Konzept. Dann darf er schon 25 bis 75 Prozent der bisherigen Kapazitäten erreichen, je nach Inzidenz und den jeweiligen Veranstaltungs- oder Location Besonderheiten.

Matrix C: Der Veranstalter baut eine 'sichere Zone' - dann gibt es keinen Grund für Beschränkungen. Hier ist ein 96-Stunden- 'Vorab-Test' genauso denkbar wie ein Impfnachweis, um das Restrisiko der Ansteckung innerhalb der 'sicheren Zone' hinreichend zu reduzieren.«

Schölermann stellt klar: »Wir kommen also nicht aus der Richtung der 'moralischen' Diskussion, sondern aus der Richtung der 'technischen' Diskussion. Und das 'Durchsuchen der Handtasche im Einlass' zu einer 'sicheren Zone' ist für uns nicht neu.«

Auch Leslie Mandoki, Musiker und Inhaber der Park Studios und von Red Rock Production, stellt das Thema Impfung in einen größeren Zusammenhang: »Wenn der Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg, einer der größten, intellektuellsten Macher der europäischen Musikszene, das Wort für die Veranstaltungsbranche und somit für die Künstler- und Techniker-Community ergreift, sollte man ihm zuhören. Kunst und kulturelle Vielfalt sind existenziell für unsere Demokratie und unsere 'bunte Republik Deutschland', wie mein Soulmate Udo Lindenberg unser Land nennt. Eine komplexe Wertschöpfungskette künstlerischer Dienstleister steht kurz vor dem Zusammenbruch, und es wäre eine Katastrophe für die Seele unseres Landes, wenn die Fülle und Vielfalt unserer Kultur dadurch drastisch ausgedünnt werden würden. Sonst kann unsere Gesellschaft auch nach überstandener Pandemie von der Künstlercommunity emotional nicht mehr aufgerichtet werden, und somit wären Künstler kein sicherer, unabhängiger Kompass mehr.« Sich darüber Gedanken zu machen, wie wieder Konzerte veranstaltet werden können, ist laut Mandoki in jedem Fall »gut und richtig«.

Beim Thema Corona-Impfung bemängelt Mandoki ein »Impfstoffbeschaffungs-Desaster« der EU. »Wir müssen zusehen, wie die USA, Israel, aber auch die Brexit-Engländer oder Nicht-EU-Mitglieder wie Serbien den Impfwilligen wesentlich schneller Impfangebote machen können als wir in Deutschland. Bei differenzierter Betrachtung bedeutet Abwägung aber auch, für diejenigen, die sich nicht impfen lassen wollen, nicht die Grundrechte einzuschränken.«

Natürlich müsse man auf Klaus-Peter Schulenberg eingehen, »wenn wir sehen, wie der siebtgrößte Wirtschaftszweig, nämlich die Musik- und Eventbranche, als dermaßen systemirrelevant behandelt und mit einem faktischen Berufsverbot belegt wird, während Unternehmen, die auch vor der Corona-Krise schon kein funktionierendes Geschäftskonzept mehr oder ein Nachfrageproblem hatten wie TUI oder Lufthansa Zuschüsse in Milliardenhöhe erhalten.«

Mandoki plädiert für einen »ergebnisoffenen Diskurs, bei dem alle Meinungen und Interessen Berücksichtigung finden. »Deshalb müssen wir die Stimmen des Pflegepersonals, von Psychologen, Soziologen, der Polizei und von Sozialarbeitern ebenso hören wie die von uns Musikern und unserer Konzertbesucher, der Impfgegner und der Impfwilligen, die von unserem Staat kein Impf­angebot erhalten, wie es in anderen Ländern inzwischen üblich ist.« Sein Fazit lautet: »In unserer freien Gesellschaft sollte nur eins alternativlos sein, und das ist der Diskurs über die Alternativen«.

Text: Frank Medwedeff