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IMUC-Musikmanager ziehen ins Forum Musikwirtschaft ein

Mit dem Forum Musikwirtschaft traten zahlreiche Verbände der Musikbranche in der Corona-Krise erstmals geschlossen auf. Die im Interessenverband Musikmanager & Consultants (IMUC) organisierten Musikmanager waren indes zunächst nicht mit an Bord. Das ändert sich nun. Das Forum Musikwirtschaft erhält damit noch eine zusätzliche Facette.

10.02.2021 11:05 • von
Bringen ihre Stimmen ab sofort mit ein ins Forum Musikwirtschaft: die im IMUC versammelten Musikmanagerinnen und Musikmanager, hier bei einer ihrer Jahrestagungen auf der Insel Usedom (Bild: IMUC)

Mit dem Forum Musikwirtschaft traten zahlreiche Verbände der Musikbranche in der Corona-Krise erstmals geschlossen auf. Musikkonzerne und unabhängige Labels, Verlage, Veranstalter, ­Clubbetreiber und die Musikinstrumente- und Equipment-Branche übten hier den Schulterschluss, um schnell reagieren und argumentieren zu können, ohne dafür eigens einen neuen Dachverband mit entsprechenden Strukturen schaffen zu müssen, wie sie im Sommer 2020 im Gespräch mit MusikWoche erläuterten. Mit dabei waren BDKV, BVMI, DMV, LiveKomm, SOMM und der VUT, nicht aber die Künstlermanager, die die Interessen der Kreativschaffenden vertreten. Das ändert sich nun.

Die im Interessenverband Musikmanager & Consultants (IMUC) organisierten Musikmanager zählen ab sofort zu den Mitgliedern des Forums Musikwirtschaft, das damit noch eine zusätzliche Facette erhält, und seine Position gegenüber Politik und Gesellschaft weiter stärken dürfte. Beim IMUC, wo man zuvor bereits seine Bereitschaft signalisiert hatte, am Schulterschluss teilzunehmen, freut man sich bereits auf die Mitarbeit im Forum Musikwirtschaft.

"Wenn wir diesen schwierigen Zeiten, die viele Kolleginnen und Kollegen aller Sektionen unserer Branche massiv und teilweise existenziell bedrohen, überhaupt etwas Positives abgewinnen können, dann, dass insbesondere vor dem Hintergrund der enormen Auswirkungen der Pandemie die maßgeblichen Verbände der deutschen Musikwirtschaft die Initiative ergriffen haben, ihre Kräfte im Forum Musikwirtschaft zu bündeln" bilanziert der IMUC-Vorsitzende Wolfgang Weyand. Er freue sich sehr, "dass wir unsere Positionen und Forderungen künftig gemeinsam und mit einer Stimme durch die Mitglieder des Forums an die Politik adressieren können. Die möglichen verheerenden Auswirkungen des sich ankündigenden deutschen Sonderweges bei der Umsetzung der EU- Urheberrechtsrichtlinie in nationales Recht zeigen, wie immens wichtig dieser Schulterschluss ist!"

Als stellvertretender IMUC-Vorsitzender freut sich Patrick Oginski vor allem darauf, "ab sofort als Teil des Forums Musikwirtschaft die Sichtweise und die Bedürfnisse unserer Mitglieder*innen bei den zentralen Themen unserer Branche einbringen" zu können: "Mir gefällt insbesondere, dass wir jetzt Teil eines Forums sind, das uns die Möglichkeit bietet, uns eng mit den anderen Marktteilnehmern auszutauschen, um so situationsabhängig die Sicht aller Branchenakteure in ihrer Gesamtheit zu reflektieren."

Update____

Dass nun auch die Künstlermanagements ihre Position einbringen, kommt auch bei denen gut an, die das Forum Musikwirtschaft aus der Taufe hoben: "Es ist ebenso begrüßenswert wie folgerichtig, im Forum Musikwirtschaft künftig auch die IMUC als Stimme dabei zu haben", teilt zum Beispiel der BVMI-Vorstandsvorsitzende Florian Drücke via Twitter mit: "Die Musikmanager:innen sind als Bindeglied zu den Künstler:innen und nicht zuletzt auch in ihrer Rolle als deren wirtschaftliche Berater:innen in unserem hochdynamischen Wirtschaftszweig ein natürlicher Teil der Branche."

Im Namen des VUT begrüßt zudem dessen Geschäftsführer Jörg Heidemann den IMUC, unter anderem auch via Twitter, als neues Mitglied im Forum Musikwirtschaft. Man freue sich, "mithilfe der Musikmanager*innen eine weitere Perspektive in der eng verzahnten Musikwirtschaft in unsere Arbeit einzubinden."