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Deutsche Grammophon stärkt audiovisuelle Aktivitäten im D2C-Geschäft

Bei den Berliner Philharmonikern hat er deren Digital Concert Hall mit mehr als 40 Livekonzerten pro Saison aufgebaut. Nun kommt Robert Zimmermann zur Deutschen Grammophon. Bei den Klassikern von Universal Music übernimmt er den neuen Posten eines Vice President Consumer Business.

05.02.2021 10:16 • von
Kommt zur Deutschen Grammophon: Robert Zimmermann (Bild: Peter Adamik)

Bei den Berliner Philharmonikern hat er von April 2008 bis Dezember 2019 als Managing Director der Berlin Phil Media die Digital Concert Hall aufgebaut, leitete das orchestereigene Label, verantwortete die Produktion der Online-Übertragung von mehr als 40 Livekonzerten pro Saison und koordinierte dabei den Aufbau eines digitalen Archivs von heute rund 600 Konzerten. Nun kommt Robert Zimmermann zur Deutschen Grammophon. Bei den Klassikspezialisten aus dem Hause Universal Music übernimmt er mit sofortiger Wirkung den neu geschaffenen Posten eines Vice President Consumer Business.

In dieser Rolle leitet Zimmermann fortan die Geschicke des Labels in Hinblick auf audiovisuelle Strategien und das Direktkundengeschäft. Damit gehört dann unter anderem auch die strategische Entwicklung der Onlineplattformen DG Premium und der im Juni 2020 eröffneten DG Stage sowie die Leitung des hauseigenen Video- und Technik-Teams. Zimmermann zieht zudem ins Executive Label Board des Unternehmens ein.

"Wir heißen Robert im Management-Team des Gelblabels herzlich willkommen", sagt Clemens Trautmann, President Deutsche Grammophon. Zimmermann verstehe "die enorme Kraft von Musik und Bildern und das Potenzial des digitalen Raums, um große Aufführungen auf neue Art erlebbar zu machen", lobt Trautmann den neuen Mitarbeiter. "Seine Expertise in der Entwicklung eines tragfähigen Endkunden-Geschäfts in der klassischen Musik, basierend auf attraktiven audiovisuellen Inhalten und modernster Technologie, ist eindrucksvoll." Nachdem man im Sommer 2020 "innerhalb von nur wenigen Wochen" die DG Stage aus der Taufe gehoben habe, wolle man sich nun in der nächsten Phase darauf konzentrieren, "die Technologie und die Nutzererfahrung auf einen branchenführenden Standard zu bringen, gemeinsam mit unseren Künstlern und Partnern das Angebot an hochwertigen Inhalten zu erweitern und so das globale Onlinepublikum von Deutsche Grammophon und UMG Classics noch stärker zu erreichen."

Robert Zimmermann selbst verweist darauf, dass das Streaming von Konzerten "einen bislang nicht gekannten Aufschwung" erfahren habe: "Während ein echtes Konzerterlebnis kaum ersetzbar sein dürfte, so erkennt das Publikum im Streaming zunehmend eine wunderbare Möglichkeit, klassische Konzerte und Opern - live oder aufgezeichnet - auch zu Hause zu genießen." Er rechne damit, dass "Der rasante technologische Wandel mit höheren Auflösungen und immersiven Technologien" auch "die Qualität und den Genuss weiter steigern" werde. "Es ehrt und freut mich sehr, gemeinsam mit dem Team von Deutsche Grammophon eine State-of-the-Art Onlineplattform für die Künstler des Labels, ihre Fans sowie eine breitere Klassikgemeinde aufzubauen."

Text: Knut Schlinger