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Spotify steigert Nutzerzahlen und Umsätze, macht aber auch mehr Miese

Spotify zählte Ende 2020 bereits 345 Millionen aktive Nutzer, 155 Millionen davon waren zahlende Abonnenten des Streamingdienstes. Das zeigt die Bilanz, die CEO Daniel Ek am 3. Februar präsentierte. Doch im Gesamtjahr weite Spotify die operativen Verluste weiter aus, und hat seine Nettoverluste im Vorjahresvergleich rund verdreifacht.

03.02.2021 12:59 • von
Prozentual zweistellige Zuwächse bei der Zahl der Nutzer und Abonnenten: Spotify stellt seine Bilanz für 2020 vor (Bild: Spotify)

Spotify zählte Ende 2020 bereits 345 Millionen aktive Nutzer, 155 Millionen davon waren zahlende Abonnenten des Streamingdienstes. Das zeigt die Bilanz, die CEO Daniel Ek am 3. Februar 2021 präsentierte. Zum Vergleich: Ende 2019 waren es noch 271 Millionen aktive Nutzer und 124 Millionen Abonnenten - das Plus liegt hier demnach bei 27 Prozent über alle monatlich mindestens einmal aktiven Nutzer hinweg, und bei 24 Prozent bei den zahlenden Kunden.

Das spiegelt sich im vierten Geschäftsjahresquartal auch bei den Einnahmen: Hier legte Spotify von Anfang Oktober bis Ende Dezember im Vergleich zum Vorjahreszeitraum übergeifend um 17 Prozent auf 2,168 Milliarden Euro zu. Die Abo-Einnahmen wuchsen dabei um 15 Prozent auf 1,887 Milliarden Euro, bei den Werbeerlösen ging es trotz der weiter virulenten Corona-Krise um 29 Prozent auf nunmehr 281 Millionen Euro aufwärts.

Auch Zahlen fürs Gesamtjahr legte Spotify vor: Zwar wuchsen die Umsätze des Unternehmens von noch 6,764 Milliarden Euro im Vorjahr auf nunmehr 7,880 Milliarden Euro, die von Anfang Januar bis Ende Dezember 2020 in die Kassen flossen. Doch auf der Ertragsseite weitete Spotify die operativen Verluste weiter aus, und hat seine Nettoverluste im Vorjahresvergleich rund verdreifacht: Als Operating Loss weist die aktuelle Bilanz Verluste in Höhe von 293 Millionen Euro aus, vor Jahresfrist fielen hier noch Verluste von 73 Millionen Euro an. Und unterm Strich stehen schließlich rote Zahlen in Höhe von 581 Millionen Euro, zwölf Monate zuvor war es noch ein Minus von 186 Millionen Euro.

Fürs neue Jahr zeigt man sich bei Spotify optimistisch: Bei der Zahl der Nutzer peilt man ein Wachstum auf mindestens 407 Millionen und bis zu 427 Millionen an, davon sollen zwischen 172 Millionen und 184 Millionen bereit sein, für das Musikabo zu bezahlen. Die Umsätze, so heißt es, könnten auf bis zu 9,41 Millionen Euro klettern, aber operativ rechnet man erneut mit Verlusten in Höhe von 200 Millionen bis 300 Millionen Euro.

Text: Knut Schlinger