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GEMA koordiniert Millionen-Vergabe an Spielstätten und Festivals

Die Bundesregierung stellt im Rahmen des Programms Neustart Kultur weitere Fördermittel in Höhe von 19 Millionen Euro für Musikaufführungsstätten, Clubs und Festivals zur Verfügung. Wie bei den ersten 30 Millionen übernimmt die GEMA die Koordination der Anträge und Verteilung.

27.01.2021 16:33 • von Dietmar Schwenger
Koordiniert die Vergabe der Fördermittel: der GEMA-Vorstandsvorsitzende Harald Heker (Bild: Sebastian Lindner)

Die Bundesregierung stellt im Rahmen des Programms Neustart Kultur weitere Fördermittel in Höhe von 19 Millionen Euro für Musikaufführungsstätten, Clubs und Festivals zur Verfügung. Wie bei den ersten 30 Millionen übernimmt die GEMA die Koordination der Anträge und Verteilung.

Bei Kulturstaatsministerin Monika Grütters hatte sich die GEMA für eine Aufstockung der Fördersumme eingesetzt, um 280 offene Anträge bewilligen zu können. Aufgrund der hohen Nachfrage hat die Bundesregierung die Fördermittel für das Programm "Pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen - Musikaufführungsstätten und Musikclubs, auch Festivals" nun um 19 Millionen Euro aufgestockt. Insgesamt stehen damit 49 Millionen für das Programm zur Verfügung.

Dank der guten Marktkenntnis und Erfahrung bei der Ausschüttung von Geldern seien die Arbeiten schnell vorangegangen, heißt es aus München. Rund fünf Millionen Euro konnten bereits ausgezahlt werden, der Rest folge in den nächsten Wochen. Spätestens Ende Februar 2021 soll die Vergabe und Auszahlung der nunmehr bewilligten 49 Millionen Euro abgeschlossen sein.

Bereits kurz nach dem Beginn von Neustart Kultur hätte sich abgezeichnet, dass die bewilligten Fördermittel in Höhe von 30 Millionen Euro nicht ausreichen würden, um die Kosten der coronabedingten Investitions- und Umbaumaßnahmen zu decken. "Nachfrage und Investitionsbedarf überstiegen die für dieses Teilprogramm ursprünglich vorgesehenen Gelder bei Weitem", teilt die GEMA mit.

"In dieser schwierigen Zeit steht die GEMA als zuverlässiger Partner an der Seite ihrer Kunden", sagt Harald Heker, Vorsitzender des GEMA-Vorstands. "Wir danken der Staatsministerin für ihren Einsatz, die Fördermittel für Musikveranstalter aufzustocken. In den vergangenen Wochen haben wir erlebt, dass Musik und Kultur systemrelevant für unsere Gesellschaft sind. Durch das Verbot öffentlicher Veranstaltungen ist dieser Wirtschaftszweig in seiner Existenz bedroht. Deswegen müssen wir alles tun, um die vielfältige Kulturlandschaft in Deutschland zu erhalten. Die GEMA wird die zusätzlichen Gelder so schnell wie möglich an die berechtigten Antragssteller verteilen."

Kulturstaatsministerin Monika Grütters betont, dass der Bundesregierung schmerzlich bewusst sei, wie groß die Not und wie hoch der Bedarf an Unterstützung im Kultur- und hier vor allem im Musikbereich seien. "Wir brauchen die vielen kleinen und großen Bühnen, die Clubs und Festivals in unserem Land, damit Musikerinnen und Musiker jedes Genres möglichst bald wieder live vor Publikum auftreten können. Dabei wollen wir sie unterstützen und haben deshalb die Investitionsmittel im Rahmen von Neustart Kultur für Musikaufführungsstätten, Clubs und Festivals jetzt noch einmal aufgestockt, um die vielfältige Infrastruktur unserer Musiklandschaft zu sichern."

Die Antragsphase für die Fördermittel ist bereits abgeschlossen. Bis zum Ende der Beantragungsfrist gingen 737 Anträge bei der GEMA ein. Darunter befinden sich auch jene 280 Anträge, die nach dem 27. Oktober 2020 eingereicht wurden, und die zunächst auf eine Warteliste gesetzt wurden. Dank der nun bewilligten zusätzlichen 19 Millionen Euro kann die GEMA auch diese Anträge bei der Vergabe der Fördergelder berücksichtigen. Neue Anträge werden jedoch nicht mehr abgenommen.