chartwoche.de

Charts KW 4: LX pirscht sich voran

In den Top 100 Longplay eilt LX, Mitglied der 187 Strassenbande, mit seinem Soloalbum "Inhale/Exhale" direkt an die Spitze und erhielt dafür bereits den fälligen Nummer 1 Award. Auch bei den Singles ist Deutschrap top: Kasimir1441, badmómzjay & Wildbwoys triumphieren hier mit ihrer Kollaboration "Ohne dich".

22.01.2021 16:10 • von Frank Medwedeff
Hat den Nummer 1 Award schon in Empfang genommen: LX (Bild: LX)

In den Top 100 Longplay eilt LX, bekannt unter anderem als Mitglied der 187 Strassenbande, mit seinem Soloalbum "Inhale/Exhale" von null auf eins. Der Rapper erhielt dafür von GfK Entertainment bereits den fälligen Nummer 1 Award der Offiziellen Deutschen Charts. Die Chartsermittler aus Baden-Baden attestieren ihm einen "souveränen Sieg". LX stand in der amtlichen deutschen Longplayhitliste bereits 2019 mit "Obststand 2", seinem Kollaborationsalbum mit Maxwell, ganz oben und zuvor 2017 mit dem "Sampler 4" der gesamten 187 Strassenbande.

Mit "Yin und Yang" vom Duo Yung Kafa & Kücük Efendi gelangt ein weiteres Deutschrap-Album als Neuzugang direkt auf den zweiten Platz. Und von null auf drei hievt sich die Punkrock-Institution ZSK mit "Ende der Welt."

Auch Position vier belegt ein neu gelistetes Werk, nämlich die Aufnahme vom "Neujahrskonzert 2021" mit den Wiener Philharmonikern unter Leitung von Riccardo Muti. Damit erreicht das Doppelalbum den höchsten Charts-Einstieg und die höchste Position überhaupt sämtlicher Neujahrskonzerte bis dato in Deutschland, wie Sony Classical bestätigt.

Per Hauber, President Sony Classical, meint: "Das Neujahrskonzert war in diesem besonderen Jahr musikalisch wieder herausragend. Die Wiener Philharmoniker und Riccardo Muti trugen durch ihre Musik eine Botschaft der Hoffnung in die Welt, die auch Tage und Wochen nach dem Neujahrstag Freude und Zuversicht zu Millionen Hörern bringt. Unsere Veröffentlichungsstrategie hat sich für dieses Jahr bereits jetzt als sehr erfolgreich erwiesen, und so freuen wir uns über den großartigen Rekord in Deutschland und können davon ausgehen, dass weitere erfreuliche Nachrichten in den kommenden Tagen und Wochen von Sony Classical weltweit kommen werden."

Michael Brüggemann, Vice President Sony Classical Germany, ergänzt: "Es freut uns sehr, dass Sony Classical das Label ist, welches nicht nur als erstes mit dem Neujahrskonzert die Top 10 der deutschen Album-Charts erreichte - und das gleich zweimal - sondern auch in einer besonders herausfordernden Marktsituation nach den Charterfolgen von Igor Levit und Jonas Kaufmann eine neue Top-Position für die Wiener Philharmoniker erzielt."

An fünfter Stelle der aktuellen Longplaycharts stehen bleiben derweil AC/DC mit "Power Up". Einen Riesensprung von Rang 61 auf sechs macht Eminem mit "Music To Be Murdered By". Hierfür zeichnet die neue Edition "Music To Be Murdered By - Side B" mit 16 neuen Tracks verantwortlich.

Die Spitzenreiterin der Vorwoche, Daniela Alfinito, belegt mit "Splitter aus Glück" nun Platz sieben. Von vier auf acht runter geht es für Barry Gibbs "Greenfields - The Gibb Brothers' Songbook Vol. 1". Dem Brexit zum Trotz landen zwei Alben britischer Bands dirtekt in den Top 10: Shame aus London rocken sich mit "Drunk Tank Pink" von null auf neun, und die "Spare Ribs" der Sleaford Mods aus Nottingham munden den deutschen Fans immerhin so gut, dass es nach der ersten Verkaufswoche für Rang zehn reicht.

Die Münchner Formation Blackout Problems bringt ihr neues Werk "Dark" ohne Anlaufzeit auf Position zwölf, und Top-20-Einstiege schaffen auch noch Rapper Zuna von der KMN Gang aus Dresden mit "Mele7 2" an 16. Stelle sowie die US-Combo Why Don't We mit "The Good Times And The Bad Ones" auf der 17.

Universal Music beherrscht per Marktanteil von 53,8 Prozent nach Belieben die Wochenrangliste der Vertriebe zu den Top 100 Longplay. Sony Music liegt auf Platz zwei (24,4 Prozent) vor Warner Music (13,6 Prozent), 375 Media (3,2 Prozent) sowie Believe/GoodToGo (2,3 Prozent).

Wie bei den Alben erobert auch in den Top 100 Singles ein Neuzugang aus dem Deutschrap-Lager die Pole Position: Kasimir1441, badmómzjay & Wildbwoys bringen ihre Kollaboration "Ohne dich" direkt an die Spitze des Klassements.

US-Sängerin und Schauspielerin Olivia Rodrigo, die als Darstellerin in den Disney-Fernsehserien "Bizaardvark" und "High School Musical: Die Serie" bekannt wurde, fährt mit ihrer "Drivers Licence" von Rang vier auf zwei vor, während Katja Krasavice und Elif auf dem "Highway" an Tempo einbüßen und von eins auf drei zurückfallen.

Von null auf vier rappt sich Rin mit "Dirty South". Und Apache 207 verliert mit "Angst" drei Plätze und ist jetzt Fünfter des Tableaus.

Noch ein erstmals aufgeführter Titel findet sich in den Top 10 ein, und zwar Pietro Lombardis "Warum" auf Position sieben.

Universal Music genügen im Segment Singles 41,8 Prozent Wochenanteil für die Führung im Distributorenranking. Sony Music verweist mittels 26,7 Prozent Warner Music (22,9 Prozent) auf den dritten Rang. Die Top 5 komplettieren Believe/GoodToGo (5,3 Prozent) und Kontor/Edel (2,2 Prozent).

Bei den Compilations dominiert "Bravo - The Hits 2020" noch immer, während sich die "RTL Hits 2020" vom elften auf den zweiten Platz verbessern. Die Kinder-Kopplung "Toggo Music 56" klettert von sieben auf drei.

In den Top 30 findet sich kein einziger Neueinsteiger.

In der Vertriebswertung behauptet Universal Music hier angesichts von 37,9 Prozent Marktanteil die Tabellenführung, sieht sich aber durch Sony Music (35,9 Prozent) herausgefordert. Warner Music rangiert an dritter Stelle (17,2 Prozent), gefolgt von Kontor/Edel (5,6 Prozent) sowie Pavement Records (2,8 Prozent).