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Deutscher Musikrat initiiert Studie zu Corona-Folgen

Zur Erfassung der Schäden der Corona-Krise für das Musikleben führt der Deutsche Musikrat gemeinsam mit dem Zentrum für Kulturforschung eine Studie auf der Basis einer quantitativen und einer qualitativen Befragung durch.

20.01.2021 14:52 • von Frank Medwedeff
Will mit der Studie ökonomische wie soziale Folgen der Pandemie aufzeigen: Christian Höppner (Bild: Deutscher Musikrat)

Um die "massiven Schäden" des Musiklebens aufgrund der Corona-Pandemie zu erfassen, führt der Deutsche Musikrat gemeinsam mit dem Zentrum für Kulturforschung eine Studie auf der Basis einer quantitativen und einer qualitativen Befragung durch: Während in der quantitativen Befragung vor allem die ökonomischen Auswirkungen der Corona-Zeit auf das Musikleben evaluiert werden sollen, sollen darauf aufbauende Vertiefungsinterviews mit Betroffenen auch zur Erfassung und Dokumentation der immateriellen Schäden dienen.

Hierzu erläutert Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: "Die Folgen der Corona-Pandemie sind für viele Kulturschaffende dramatisch, und dem Musikleben drohen bleibende Schäden. Die mittel- und langfristigen Auswirkungen dieser kulturellen Eiszeit konnten bisher nur vermutet werden, zum Beispiel die sozialen Folgen der Pandemie, das Ausmaß an Abwanderung in andere Berufe oder auch die Existenzbedrohung der Kultur- und Bildungseinrichtungen."

Mit der umfassenden Studie soll laut Höppner nun "eine Datenlage geschafft werden, die verantwortungsvolles Handeln von Politik und Zivilgesellschaft stützt. Angesichts der bevorstehenden Verteilungskämpfe in den öffentlichen Haushalten bedarf es valider Fakten und des politischen Muts zur Priorisierung: Denn ohne blühende Kulturlandschaften als Verständigungsbasis gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse wird es weder wirtschaftliche Prosperität noch gesellschaftlichen Zusammenhalt geben."

Die quantitative Befragung läuft ab sofort bis zum 28. Februar 2021. Sie richtet sich demnach "an alle Personen, die im Musikleben aktiv sind". Die Ergebnisse der Studie sollen noch im Frühling 2021 veröffentlicht werden.