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Zehn Millionen Euro Strafe für italienische Eventim-Tochter

Wegen eines angeblichen Missbrauchs der marktbeherrschenden Position muss TicketOne, eine italienische Tochtergesellschaft von CTS Eventim, zehn Millionen Euro zahlen. Das Ticketingunternehmen kritisiert jedoch, dass diese Entscheidung niemals hätte getroffen werden dürfen.

20.01.2021 12:16 • von Dietmar Schwenger
Soll die Marktposition missbraucht haben: TicketOne (Bild: Screenshot, TicketOne)

Wegen eines angeblichen Missbrauchs der marktbeherrschenden Position muss TicketOne, eine italienische Tochtergesellschaft von CTS Eventim, zehn Millionen Euro zahlen und künftig 20 Prozent der verfügbaren Tickets von Veranstaltungen, die von zu Eventim gehörenden Veranstaltern ausgerichtet werden, anderen Ticketingunternehmen zur Verfügung stellen. Das ergab eine Untersuchung der italienischen Wettbewerbsbehörde Autorità Garante Della Concorrenza E Del Mercato (AGCM), die seit 2019 den Vorwürfen von einigen Veranstaltern nachging, die CTS Eventim unfairen Wettbewerb unterstellte.

Gegenüber "IQ" wehrt sich ein Eventim-Sprecher jedoch gegen das Urteil, das auf fehlerhaften Daten beruhe. Er kündigte zudem an, Rechtsmittel einzulegen. "TicketOne und CTS Eventim widersprechen heftig den Behauptungen der AGCM, dass sie angeblich eine marktbeherrschende Position missbraucht hätten. Auf der Basis von nicht korrekten Marktdefinitionen und dem Brechen von wesentlichen Vorgehensregeln hat die Behörde eine Entscheidung getroffen, die niemals hätte getroffen werden dürfen."

Bereits zuvor hatte die AGCM eine Million Euro an TicketOne zurückerstattet, nachdem ein Gericht geurteilt hatte, dass die Vorwürfe, TicketOne habe ungesetzlichen Weiterverkauf von Tickets betrieben, falsch gewesen seien.