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Reeperbahn Festival diskutiert Brexit

Am 19. Januar folgt unter dem Motto "Brexit - What's The Deal?" eine zweite Ausgabe der monothematischen Fokus Sessions des Reeperbahn Festivals. Auf deutscher Seite nehmen unter anderem Mark Chung (Freibank/VUT), Julia Frank (Wizard Promotions) und Kat Young (MusicHub) teil.

14.01.2021 15:28 • von Dietmar Schwenger
Beschäftigt sich mit den Folgen des Brexits: die zweite Fokus Session des Reeperbahn Festivals (Bild: Reeperbahn Festival)

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Am 19. Januar 2021 folgt unter dem Motto "Brexit - What's The Deal?" eine zweite Ausgabe der monothematischen Fokus Sessions des Reeperbahn Festivals. Das Programm auf der digitalen Konferenzplattform beginnt um 16 Uhr mit einem "Brexit Status Report" von Tom Kiehl (Deputy CEO & Director of Public Affairs UK Music). Er will eine erste Einschätzung der Auswirkungen und Folgen des jüngst vereinbarten Brexit-Deals und seiner Bedeutung für die Musikbranche auf beiden Seiten des Eurotunnels geben.

Danach steht das Panel "Tax & Toll: New Duties And Declarations For The Live And Recorded Sector" auf dem Programm. In dieser Runde erklären die niederländische Steuerberater Dick Molenaar und der Brite Nick Offer (Tax Advisor Hardwick & Morris), was der Brexit für Künstler, Honorare und Tantiemen in Bezug auf die Besteuerung und neu eingeführten grenzüberschreitenden Regelungen bedeutet.

Ab 16:45 Uhr heißt es "Recorded Music: Conditions & Commitments". Hier stehen die Folgen des Brexit für Plattenfirmen und Verlage im Mittelpunkt. "Die Nutzung von Aufnahmen und Lizenzen unter dem neuen Rechtsrahmen für Musikaufnahmen zwischen der EU und Großbritannien ist eine der spannenden Fragen, die das Panel beschäftigt, das Chaos und die Unsicherheit bei der Auslieferung physischer Produkte eine andere", teilen die Veranstalter um Detlef Schwarte mit.

Von Bedeutung bei dem Panel sollen auch die veränderten Bedingungen für kreatives Arbeiten und entsprechende Projekte und Unternehmen im Post-Brexit-Europa sein: "Welche Auswirkungen wird die Trennung von Großbritannien und dem Kontinent auf die künstlerischen und personellen Ressourcen haben, die derzeit von freier Reise und Arbeitserlaubnis profitieren? Nicht zu vergessen: die Brexit-Mentalität in Bezug auf die A&R-Politik."

Hier sprechen Kat Young (Senior Product Manager MusicHub), Mark Chung (Freibank Music Publishing), Peter Quicke (Managing Director Ninja Tune) und Drew Hill (Managing Director Proper Music Distribution).

Von 17:30 bis 18:20 Uhr geht es um "Live Music: Considerations & Consessions". Man will hier der Frage nachgehen, wie sich der Brexit auf Künstler bei Festivals, Tourneen und Konzerten sowie auf die Geschäftsbeziehungen zwischen britischen Agenturen und EU-Veranstaltern auswirken wird. Bestätigt für diese Runde sind Rob Challice (Director Coda Agency), Julia Frank (Senior Executive Manager Touring Wizzard Promotion) und James Wright (Booker United Talent).

Eine Fragerunde bildet um 18:20 Uhr den Abschluss der Fokus Session. Hier beantworten Dick Molenaar und Kevin Offer offene Fragen.

Der Brexit-Fokus folgt auf die erste Ausgabe des neuen Reeperbahn-Formats vom 3. Dezember 2020. Damals drehte sich alles um die Corona-Hilfen. Hier verkündete das Finanzministerium erstmals die 1,5 Milliarden Euro Finanzhilfen für die Livebranche. Die damaligen Panels finden sich noch auf dem YouTube-Kanal des Reeperbahn Festivals.

Als Medienpartner ist wie beim Debüt MusikWoche wieder mit an Bord.

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