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Grundl sieht "Existenzgeld" weiterhin als beste Hilfe

Erhard Grundl von Bündnis 90/Die Grünen fordert angesichts der noch immer nicht ausgezahlten Novemberhilfen der Bundesregierung erneut ein sogenanntes "Existenzgeld" für Kulturschaffende von 1200 Euro monatlich.

12.01.2021 12:35 • von Jonas Kiß
Findet die bisher vorhandenen Hilfen "zu bürokratisch und nicht passgenau": Erhard Grundl (Bild: Bündnis 90_Die Grünen)

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Erhard Grundl, Sprecher für Kulturpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und Obmann im Kulturausschuss des Bundestages, fordert angesichts der noch immer nicht ausgezahlten Novemberhilfen der Bundesregierung erneut ein sogenanntes "Existenzgeld" für Kulturschaffende von 1200 Euro monatlich.

Die Idee eines Existenzgelds für Soloselbständige und freie Kulturschaffende legte Grundl bereits im Sommer 2020 vor. Die vorhandenen Hilfen seien laut Grundl "zu bürokratisch und nicht passgenau". Seine Partei will das Existenzgeld rückwirkend, pauschal und solange die Kulturschaffenden von der Pandemie betroffen sind.

Laut Grundl sei "eine große Frustration bei den Künstler*innen und Kreativen" zu spüren. "Sie fühlen sich vergessen, verloren im Antragsdschungel", sagt der Politiker: "Die Bundesregierung sieht - trotz aller vollmundiger Ankündigungen - die Notlagen und Bedürfnisse der Künstler*innen einfach nicht." Viele müssten ihren Beruf aufgeben, "um branchenfremd überhaupt ein Einkommen zu erzielen", was langfristige Folgen für einen Neustart habe.

Wenn der Ausschuss für Kultur und Medien die Coronahilfen am 13. Januar erneut auf die Tagesordnung setzt, will Grundl die Probleme ansprechen, "in der Hoffnung auf späte Einsicht bei der Bundesregierung und den Regierungsfraktionen", und "um kurzfristig die Maßnahme des Existenzgeldes auf den Weg zu bringen".