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Molly Mönch steigt bei Audiolith in die Geschäftsführung auf

Seit dem 1. Januar 2021 arbeitet Molly Mönch beim Hamburger Label Audiolith als Geschäftsführerin. Sie teilt sich die Funktion mit den langjährigen Geschäftsführern Lars Lewerenz und Artur Schock.

12.01.2021 14:03 • von Jonas Kiß
Teilen sich die Geschäftsführung von Audiolith (von links): Lars Lewerenz, Molly Mönch und Artur Schock (Bild: Lotti Allen )

Seit dem 1. Januar 2021 arbeitet Molly Mönch beim Hamburger Label Audiolith als Geschäftsführerin. Sie teilt sich die Funktion mit den langjährigen Geschäftsführern Lars Lewerenz und Artur Schock.

Nach der Firmengründung 2003 durch Lars Lewerenz startete Mönch 2007 als erste Praktikantin bei Audiolith. Nach einem Studium in Brighton und London sowie Stationen beim Studio Brighton Electric und bei Amazon arbeitet sie seit 2015 wieder für Audiolith.

Dort kümmerte sie sich unter anderem um Veröffentlichungen von Waving The Guns, Pöbel MC, Frittenbude und shi offline. Zudem gehen "einige der umsatzstärksten Platten der letzten Jahre" auf ihr Konto, sowie mit Hold Your Ground der Aufbau eines Sub-Labels für Clubmusik und der Ausbau des Audiolith Verlags.

Molly Mönch freut sich, dass ihre "breitgefächerte Erfahrung bei Audiolith Anwendung findet". Seit ihrer Einstellung vor fünfeinhalb Jahren habe sie eigene Ideen umsetzen und Strukturen stärken können. "Audiolith ist sowohl in der Musikbranche als auch der restlichen Welt, mit der ich immer mal wieder kollidiere, mein Zuhause", sagt Mönch: "Bei uns versammeln sich viele Menschen, die versuchen Stereotypen zu vermeiden, patriarchale Strukturen hinterfragen und nicht mit Arschlöchern zusammenarbeiten wollen. Das Vertrauen, das mir von Lars & Artur, Kolleg*innen und Künstler*innen entgegengebracht wird, bestärkt mich tagtäglich in meinem Handeln und dem Verteidigen von Idealen, auch außerhalb unserer Blase."

"Frau Mönch in die Geschäftsführung zu holen, war nur konsequent", erklärt Firmengründer Lars Lewerenz: "Sie macht schon lange mehr als nur die normale Arbeit einer Abteilungsleiterin für die Label-Sachen. Sie hängt sich genau so rein für die Firma, wie wir auch - das haben wir gerade jetzt im sehr schwierigen und außergewöhnlichen letzten Jahr gemerkt. Sie ist beteiligt an Entscheidungen, die unsere ganze Firma betreffen, warum sollte sie dann nicht auch die Verantwortung dafür übernehmen?"

Laut Artur Schock wolle man mit der Beförderung auch ein kleines Zeichen setzen: "Die Musikindustrie lobt sich immer gerne selber für ihre Fortschrittlichkeit und ihre Diversität. Wenn es aber ans Eingemachte geht, sind die Strukturen oft unverändert altbacken. Das muss sich jetzt ändern und nicht erst irgendwann."