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Jahresauswertung: Universal vorn, Sony legt zu

Universal Music führt in der Jahresauswertung von GfK Entertainment nach wie vor das Feld in nahezu allen Bereichen an, doch Sony Music verkleinert den Abstand zum Weltmarktführer. Auch die Indies ­bauen 2020 ihre Position bei den Chartsanteilen im Longplaysegment aus.

21.12.2020 10:17 • von Dietmar Schwenger
- (Bild: Sony Music)

Universal Music führt in der Jahresauswertung von GfK Entertainment nach wie vor das Feld in nahezu allen Bereichen an, doch Sony Music verkleinert den Abstand zum Weltmarktführer. Auch die Indies ­bauen 2020 ihre Position bei den Chartsanteilen im Longplaysegment aus.

Universal Music liegt mit einem Chartsanteil von 41,98 Prozent im Jahr 2020 zwar souverän an der Spitze im Longplaybereich, stand im Vorjahr jedoch noch bei einem Anteil von 48,58 Pozent. Ähnlich sieht das Bild bei den Singles aus, wo der Weltmarktführer auf 44,62 Prozent kommt - im Vorjahr schlugen hier noch 47,72 Prozent zu Buche. Auch bei den nationalen Produkten behauptet Universal Music die Spitzenstellung - mit 30,78 Prozent bei den Alben und 30,73 Prozent bei den Singles. Bei den Compilations kommt der von Frank Briegmann geleitete Konzern auf beachtliche 49,43 Prozent, nach 43,16 Prozent im Vorjahr.

Als ein Gewinner von 2020 geht auch Sony Music aus dem Rennen um Chartsanteile hervor. Das Team von Patrick Mushatsi-Kareba verbessert sich im Longplayer-Bereich von 19,45 auf 24,10 Prozent, bei den Singles von 22,06 auf 28,59 Prozent. Das liegt nicht zuletzt an Erfolgen von Sony-Music-Acts wie AC/DC oder Apache 207. Auch bei den Labels findet sich in der GfK-Wertung für 2020 mit Columbia ein Sony-Music-Label vor dem nationalen Polydor-Label von Universal Music auf Rang zwei. Bei der Singles-Liste ist es umgekehrt: Hier rangiert Urban von Universal Music vor dem bei Four Music angedockten Label Two Sides.

Warner Music lag 2019 im Albumsegment noch an zweiter Stelle vor Sony Music, in diesem Jahr kommt das Hamburger Team um Bernd Dopp auf einen Anteil von 16,91 Prozent (Vorjahr: 21,20 Prozent); bei den Singles verfestigt sich der dritte Platz für Warner Music. Hier liegt der Major relativ stabil bei 16,83 Prozent nach 16,76 Prozent im Vorjahreszeitraum. Zuwächse verzeichnet Warner Music indes im Kopplungsgeschäft: Der Konzern klettert in diesem Bereich von 10,79 auf 16,73 Prozent.

Die Indies kommen nach einem Anteil von 10,77 Prozent bei den Alben im Jahr 2019 nun auf 17,01 Prozent, wobei Firmen mit Major-Vertrieben wie Telamo oder JKP noch nicht einmal mitgezählt sind. Erfolgreichster Indie-Vertrieb war die Firmenfamilie Believe/GoodToGo mit 6,72 Prozent vor Tonpool mit 4,01 Prozent und Kontor New Media mit 1,56 Prozent.Bei den Verlagen verteidigt Warner Chappell Music mit 33,65 Prozent klar den Spitzenplatz vor Sony/ATV (23,81 Prozent) und der Universal Music Publishing Group (15,37 Prozent). BMG rangiert auf Rang vier mit einem Anteil von 13,33, gefolgt von Budde Music mit 4,81 Prozent.