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Grütters fordert weitere Milliardenhilfen für die Kulturbranche

Kulturstaatsministerin Monika Grütters spricht sich für neue Milliardenhilfen für die notleidende Kulturbranche aus. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte die CDU-Politikerin: "Wir brauchen vermutlich mindestens doppelt soviel Geld, zumal die eine Milliarde Euro eine Antwort auf die ersten Schließungen im Frühjahr war, bei der wir den zweiten, deutlich längeren Lockdown noch gar nicht eingepreist hatten."

08.12.2020 15:03 • von Norbert Schiegl
Spricht sich für neue Milliarden-Hilfen aus: Kulturstaatsministerin Monika Grütters (Bild: Elke A. Jung-Wolff)

Kulturstaatsministerin Monika Grütters spricht sich für neue Milliarden-Hilfen für die notleidende Kulturbranche aus. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erklärte die CDU-Politikerin: "Wir brauchen vermutlich mindestens doppelt soviel Geld, zumal die eine Milliarde Euro eine Antwort auf die ersten Schließungen im Frühjahr war, bei der wir den zweiten, deutlich längeren Lockdown noch gar nicht eingepreist hatten."

Im Juni 2020 hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters das Programm "Neustart Kultur" aufgelegt. Bis Mitte November gingen 30.000 bis 40.000 Anträge auf Unterstützung ein. "Ein Großteil der Programme ist weit überzeichnet", erklärte Grütters gegenüber der dpa in Berlin. Nun will die Kulturstaatsministerin mit zusätzlichen Mitteln nachlegen. "Aber wir müssen nichts Neues erfinden. Das Programm und der Verteilmechanismus funktionieren - in vergleichsweise kurzer Zeit - wirklich sehr gut", sagte Monika Grütters. "Wir bringen die Hilfen sehr schnell zu den Betroffenen, die das jetzt dringend brauchen. Aber das Geld reicht nicht. Es ist absehbar, dass höhere Mittel gebraucht werden, als wir das im Sommer erwartet haben."

"Es wäre angemessen, eine weitere Milliarde zur Verstetigung unseres Neustart-Programms auch für die zweite Welle aufzulegen" so Grütters gegenüber der dpa. "Neben den Nothilfen, die einen Flughafenbetreiber genauso erreichten wie eine Wanderbühne, sollte gerade die Kulturproduktion aktiv unterstützt und gefördert werden. Nachdem unser Neustart-Programm offensichtlich so gut funktioniert, dass es jetzt schon weit überzeichnet ist und auch der Apparat reibungslos läuft, wäre es viel einfacher und zielführender, jetzt hier nochmal nachzulegen."