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Unternehmen

Behrens will mit Moodagent das Entdecken von Musik intuitiv gestalten

Zum Deutschland-Start von Moodagent erläutert General Manager Malte Behrens, wie sich Moodagent von den Wettbewerbern abheben will, aber auch, wie viele Mitarbeiter in Berlin für das Unternehmen aktiv sind und wie viele es Ende 2021 sein sollen. Als Head of Label Relations kündigt Conrad Wiechens zudem eine breite Kampagne an.

03.12.2020 13:35 • von
Steuert nach Stationen unter anderem bei MySpace, MyVideo oder Ampya nun die deutschen Geschicke von Moodagent: Malte Behrens (Bild: Moodagent)

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Zum Deutschland-Start des Streamingdienstes Moodagent erläutert der zuvort unter anderem für MySpace, MyVideo oder Ampya aktive Malte Behrens als General Manager Germany im Gespräch mit MusikWoche, wie sich Moodagent von Spotify, Amazon, Apple, Deezer & Co abheben will, aber auch, wie viele Mitarbeiter derzeit in Berlin für das Unternehmen aktiv sind und wie viele es Ende 2021 sein sollen. Als Head of Label Relations and Music Marketing kündigt Conrad Wiechens zudem eine breite Kampagne an.

MusikWoche: Spotify, Amazon, Apple, Google, Deezer & Co., ist Moodagent nicht ganz schön spät dran mit einem Markteinstieg in Deutschland?

Malte Behrens: Da wir mit Moodagent einen anderen technischen Ansatz als die bisherigen Player im Markt verfolgen, bieten wir sicherlich eine spannende Alternative für alle Musikfans. Mit unserer smarten KI-Technologie ermöglichen wir ein personalisiertes Musikerlebnis, mit dem wir das Entdecken von neuer passender Musik wieder intuitiv und spannend gestalten wollen. Und dafür sollte es nie zu spät zu sein.

MusikWoche: Wo sehen Sie noch Potenzial für einen weiteren Player im Streamingmarkt?

Malte Behrens: Wer regelmäßig Musikstreamingdienste nutzt, kennt das Problem: Immer wieder werden die gleichen Künstler*innen und Songs empfohlen und das Entdecken neuer und passender Musik wird zur Herausforderung. Genau hier setzt Moodagent an. Unser Ziel ist es, dass Hörer*innen bei uns die richtige Musik für jede Stimmung finden. Dafür wird der Musikgeschmack der Nutzer*innen analysiert und ein individuelles Hörprofil gestaltet, welches die Grundlage für personalisierte Playlisten und Empfehlungen bildet. Man startet diese Playlisten mit einem beliebigen Song oder Künstler*in, der die eigene Stimmung widerspiegelt und Moodagent erstellt eine einzigartige und personalisierte Playlist. Ändert sich die eigene Stimmung, kann diese Playlist durch sogenannte "Mood-Regler" mit unterschiedlichen Stimmungskriterien - sinnlich, verliebt, fröhlich, wütend, Tempo - weiter angepasst werden. Somit ist das Musikerlebnis mit Moodagent für jede*n Hörer*innen einzigartig. Musikfans entdecken neue Lieblingssongs für sich, genauso wie Künstler*innen auch mit neuen Fans verbunden werden.

MusikWoche: Was planen Sie in Sachen Marketing, um die Marke Moodagent bei potenziellen Nutzer*innen hierzulande bekannt zu machen? Und wie sieht es mit eventuellen Einführungsangeboten aus?

Conrad Wiechens: Wir setzen zu Beginn auf eine rein digitale Strategie. Von den üblichen Kanälen wie Instagram, Facebook, Google, hin zu Native Advertisements in Podcasts oder der gezielten Zusammenarbeit mit Influencer*innen und Musiker*innen. Es geht vor allem darum, unsere Zielgruppe genau kennenzulernen und die Künstler*innen wieder in den Fokus der Musikservices zu rücken. Eine breite Kampagne über alle Kanäle wird im ersten Quartal 2021 starten. Hier denken wir auch über innovative Eventkonzepte nach, um eventuelle "Start-Nachteile" durch die Corona-Krise auszugleichen.

MusikWoche: Wie viele Mitarbeiter sind im deutschen Büro für das deutsche Moodagent-Angebot aktiv?

Malte Behrens: Derzeit haben wir zehn Mitarbeiter*innen aus unterschiedlichen Bereichen - von Marketing, Editorial und Label Relations bis zu lokalem Customer Support und Musikwissenschaftler*innen. Wir bauen das Team ständig weiter aus und wollen bis Ende 2021 auf bis zu 25 Mitarbeiter*innen wachsen, um lokalen Anforderungen eines so wichtigen Marktes wie Deutschland gerecht zu werden.

MusikWoche: Handelt es sich bei Moodagent um eine eigenständige Plattform, oder setzt der Dienst auf einer White-Label-Lösung auf?

Malte Behrens: Es handelt sich um eine eigenständige Plattform, die im Headquarter in Dänemark entwickelt wird. Dort arbeitet ein Team von über 150 Mitarbeiter*innen an der Weiterentwicklung des Produkts und dem internationalen Roll Out. Nach dem Launch in Deutschland wird Moodagent in 20 weiteren Ländern an den Markt gehen.

Fragen: Knut Schlinger