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Beyoncé führt Grammy-Nominiertenschar an

Mit neun Nominierungen steht Beyoncé an der Spitze der Kandidatenliste für die 63. Verleihung der Grammy Awards am 31. Januar 2021 in Los Angeles, gefolgt von Taylor Swift, Dua Lipa und Roddy Ricch mit je sechs Siegchancen. Und auch einige deutsche Künstler und Labels sind im Rennen.

25.11.2020 16:44 • von Frank Medwedeff
Hat Chancen auf neun Grammys: Beyoncé (Bild: Parkwood Entertainment)

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Mit neun Nominierungen steht Beyoncé an der Spitze der Kandidatenliste für die 63. Verleihung der Grammy Awards, die am 31. Januar 2021 in Los Angeles über die Bühne gehen soll - obwohl sie in diesem jahr überhaupt kein neues Album veröffentlicht hat.

Beyoncé, die im Lauf ihrer Karriere bisher bereits 24 Grammys gewann, ist allein mit dem Song "Black Parade" vierfach im Rennen: als "Record of the Year", als Song des Jahres, als bester R&B-Song und beste R&B-Aufnahme. Als Gastsängerin beim Stück "Savage" von Megan Thee Stallion ist Beyoncé ein zweites Mal in der prestigeträchtigen Sparte "Record of the Year" dabei sowie in den Kategorien "Best Rap Song" und "Best Rap Performance". Zudem taucht der Superstar auch in der Auswahl fürs beste Musikvideo ("Brown Skin Girl") und den besten Musikfilm ("Black Is King") auf.

Taylor Swift, Dua Lipa und Roddy Ricch teilen sich mit je sechs Erwähnungen Platz zwei im Nominierungsranking.

Swift ist mit "Folklore" für das "Album des Jahres" und für "Best Pop Vocal Album" gelistet. Ihre Aufnahme "Cardigan" steht als Song des Jahres und "Best Pop Solo Performance" zur Disposition. "Exile", eine Kooperation mit Bon Iver, kann die Rubrik "Best Pop Duo/Group Performance" gewinnen. Und als Co-Autorin von "Beautiful Ghosts" aus "Cats" geht die bisherige zehnmalige Grammy-Siegerin auch noch in der Kategorie "Best Song written for Visual Media" an den Start.

Die britische Sängerin Dua Lipa, die 2019 die Trophäe als "Best New Artist" holte, ist diesmal für sechs Grammys nominiert, draunter allein dreimal für den Song "Don't Start Me Now" und doppelt für ihr Album "Future Nostalgia".

Der kalifornische Rapper Roddy Ricch kommt mit den Tracks "The Box" sowie "Rockstar" an der Seite von DaBaby ebenfalls auf insgesamt sechs Grammy-Chancen.

Auch Künstler und Labels aus Deutschland können sich Hoffnungen machen: So ist Pianist Igor Levit Preisanwärter in der Rubrik "Best Classic Instrumental Solo" mit den "Complete Piano Sonatas" von Ludwig van Beethoven (Sony Classical), mit denen er es bis auf Rang 24 der Offiziellen Deutschen Longplaycharts brachte. In der gleichen Kategorie ist auch der deutsch-amreikanische Geiger Augustin Hadelich im Verbund mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit "Bohemian Tales" in der Auswahl.

Orchester und Chor der Deutschen Oper Berlin spielen eine tragende Rolle in der für die beste Opernaufnahme nominierten Einspielung von Alexander von Zemlinskys "Der Zwerg".

Die Frankfurt Radio Big Band mischt gleich zweifach in den Jazz-Kategorien mit: an der Seite von Somi auf "Holy Room: Live At Alte Oper" in der Sparte "Best Jazz Vocal Album" und mit John Hollenbeck, Theo Kate McGarry, Gary Versace sowie mit dem deutschen Landsmann Theo Beckmann auf "Songs You Like A Lot" in der Rubrik "Best Large Jazz Ensemble Album".

Das zu Universal Music gehörende deutsche Klassik-Traditionslabel Deutsche Grammophon (DG) - hegt mit "Ives: Complete Symphonies" mit dem Los Angeles Philharmonic unter Leitung von Gustavo Dudamel in der Rubrik "Best Orchestral Performance" und als "Best Engineered Album - Classical" ebenso zweifach Hoffnung auf einen Grammy wie mit dem "Concerto For Piano And Orchestra" von Komponist Thomas Adès in der Einspielung von Pianist Kirill Gerstein und dem Boston Symphony Orchestra (in den Sparten "Best Classical Instrumental Solo" und "Best Contemporay Classical Composition"). Und weitere Grammy-Anwärter aus dem Hause DG sind "Destination Rachmaninov - Arrival" von Daniil Trifonov mit dem Philadelphia Orchestra unter Yannick Nézet-Séguin für "Best Classical Instrumental Solo", "Adès Conducts Adès" als "Best Classical Compendium" sowie Max Richters "Ad Astra" als "Best Score Soundtrack for Visual Media".

Das deutsche Jazz-Label ACT hat ebenfalls Aussicht auf Grammy-Ehren mit dem Longplayer "Americana" von Grégoire Maret, Romain Collin und Bill Frisell in der Kategorie "Best Contemporary Instrumental Album".