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Briten brachten Streamingdebatte ins Parlament

Was hierzulande im Frühjahr als Fair-Share-Diskussion für Aufsehen sorgte, läuft in Großbritannien unter dem Hashtag BrokenRecord. Nun hat sich in UK der Ausschuss für Digitales, Kultur, Medien und Sport (DCMS) mit dem Thema befasst, und unter anderem Musiker von Radiohead oder Elbow und die Künstlerin Nadine Shah angehört.

25.11.2020 11:15 • von
Streaming auf der Agenda: das Thema der angemessenen Vergütung beschäftigte am 24. November einen Ausschuss des britischen Parlaments (Bild: committees.parliament.uk, Screenshot)

Was hierzulande im Frühjahr als Fair-Share-Diskussion für Aufsehen sorgte, läuft in Großbritannien unter dem Hashtag BrokenRecord. Nun hat sich im britischen Parlament am 24. November 2020 sogar der Ausschuss für Digitales, Kultur, Medien und Sport (DCMS) mit dem Thema der "Economics of Music Streaming" befasst, und unter anderem Musiker wie Ed O'Brien von Radiohead, Guy Garvey von der Formation Elbow oder Nadine Shah angehört.

Während Guy Garvey laut Informationen des britischen "Guardian" durch die Entwicklung im Streaming sogar die Zukunft der Musik bedroht sieht, sagte Nadine Shaw laut derselben Zeitung an anderer Stelle, dass sie trotz einer gewachsenen Fanbase und guten Kritiken nicht genug verdiene, um ihre Miete zahlen zu können. Sie fühle sich für ihre Erfolge schlichtweg nicht fair vergütet.

Das Thema der angemessenen Vergütung brachte laut "Music Ally" auch Tom Gray als Gründer der #BrokenRecord-Kampagne auf, als er unter anderem die Forderung nach einer 50/50-Quote für die Verteilung der Erlöse von Streams ins Spiel brachte, die Nutzer über verschiedene Lean-Back-Stationen hören.