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Musikrat fordert Verlängerung der Novemberhilfen

Noch bevor sich am 25. November die Ministerpräsidenten der Länder mit der Bundesregierung über den weiteren Fahrplan in der Corona-Krise verständigen wollen, scheint ein weiterer Lockdown für Gastgewerbe und Kultureinrichtungen fix zu sein. Beim Deutschen Musikrat zumindest mahnt man schon vor der offiziellen Bestätigung einen Nachschlag bei den Novemberhilfen an.

24.11.2020 11:31 • von
Vermisst in der aktuelle Situation Perspektiven für die Kreativschaffenden: Christian Höppner (Bild: Deutscher Musikrat)

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Noch bevor sich am 25. November 2020 die Ministerpräsidenten der Länder mit der Bundesregierung über den weiteren Fahrplan in der Corona-Krise verständigen wollen, scheint ein weiterer Lockdown für Gastgewerbe und Kultureinrichtungen fix zu sein. Ein Papier der Landeschefs soll demnach eine Verlängerung der aktuellen Maßnahmen bis zum 20. Dezember vorsehen, will aber auch die Kontakte über die Feiertage von Weihnachten bis Silvester regeln. Diskussionen dürfte es wohl nur noch um ein mögliches Böllerverbot geben.

Beim Deutschen Musikrat zumindest fordern man denn auch schon vor der offiziellen Bestätigung des Lockdown-Verlängerung, von der "das Kulturleben in besonderem Maße betroffen" sei, auch einen Nachschlag bei den sogenannten Novemberhilfen:

"Der Deutsche Musikrat appelliert an die Bundesregierung, die Regularien bei der Novemberhilfe anzupassen und diese Hilfsmaßnahme für die Gesamtdauer des zweiten Lockdowns zu verlängern", sagt Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrats. "Die Advents- und Weihnachtszeit ist für viele Soloselbstständige die einkommensstärkste Spanne im Jahr; gerade jetzt von einem Arbeitsverbot betroffen zu sein, tut Geist und Geldbeutel gleichermaßen weh. Zudem verhindert die aktuelle Situation jegliche Planungsperspektive."

Die "Novemberhilfe" der Bundesregierung würde in die richtige Richtung weisen, allerdings sollten die Regularien so angepasst werden, "dass nicht nur ein Bruchteil der soloselbstständigen Kreativschaffenden von dieser Hilfe profitieren wird", ergänzt Höppner. So seien einzelne zu erbringende Nachweise "unverhältnismäßig".