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Grütters nennt Zwischenstand bei Verteilung der "Neustart Kultur"-Gelder

Im Juni hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters das eine Milliarde schwere Programm "Neustart Kultur" aufgelegt. In einem Interview mit der "FAZ" schlüsselt sie nun auf, dass bereits weit mehr als 600 Millionen Euro des gesamten Programms "konkret belegt" seien.

20.11.2020 16:13 • von Jonas Kiß
Zählt inzwischen dreißig- bis vierzigtausend Anträge: Kulturstaatsministerin Monika Grütters (Bild: Elke A. Jung-Wolff)

Im Juni 2020 hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters das Programm "Neustart Kultur" aufgelegt. Im Oktober hieß es in einem Bericht des Haushaltsausschuss des Bundestages, dass von der einen Milliarde Euro, die für das laufende und das kommende Jahr zur Verfügung stehen, erst 47 Millionen Euro ausgezahlt wurden, wie unter anderem die "Berliner Zeitung" berichtete.

In einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ") vom 20. November spricht Grütters nun von einer "veralteten und falsch interpretierten Zahl". Die 47 Millionen Euro seien zwischen Anfang September und dem 10. Oktober auf Konten Dritter angekommen, "nach 2500 bearbeiteten Anträgen".

Bis Anfang Oktober seien aber bereits rund 18.000 Anträge gestellt worden, Stand heute sei man bei 30.000 bis 40.000 Anträgen, berichtet Grütters. Mehr als 500 Millionen Euro des Programms, das sich über die Jahre 2020 und 2021 erstreckt, seien mittlerweile "den mit der Abwicklung betrauten Verbänden und Fonds zur Verfügung gestellt worden". Hinzu kämen der Ausfallfonds für die Filmwirtschaft in Höhe von 50 Millionen Euro und Geld für pandemiebedingte Mehrbedarfe der vom Bund geförderten Einrichtungen.

"Damit sind bereits weit mehr als 600 Millionen Euro und damit knapp zwei Drittel des gesamten 'Neustart'-Programms konkret belegt", stellte Grütters im Gespräch mit der "FAZ" klar.