Unternehmen

recordJet legt trotz Corona deutlich zu

Der digitale Musikvertrieb recordJet meldet für die ersten neun Monate des laufenden Jahres ein Wachstum des Gesamtumsatzes von 86 Prozent.

19.11.2020 16:24 • von Frank Medwedeff
Hofft, dass auch das Live-Geschäft "bald wieder Fahrt aufnehmen kann": Jorin Zschiesche (Bild: recordJet)

Während coronabedingt die Ausgaben für Musik im Live-Sektor sowie der Absatz der physischen Tonträger stark einbrechen, meldet der digitale Musikvertrieb recordJet seit Anfang des Jahres einen deutlich gestiegenen Umsatz: Trotz der Krise verzeichnet recordJet demnach im Zeitraum von Anfang Januar bis Ende Oktober 2020 ein Gesamtumsatz-Wachstum von 86 Prozent.

Im selben Zeitraum habe das Unternehmen seine Song-Releases um 59 Prozent gesteigert und vertreibe mittlerweile 900 bis 1000 Veröffentlichungen pro Woche.

Die "Anmeldezahlen an recordJet-Neukund*innen" seien in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres zudem um 50 Prozent gestiegen; und die Seitenaufrufe im Netz von recordJet seit Januar 2020 um 147 Prozent.

Die gestiegenen Anmeldezahlen und Uploads bei recordJet korrespondieren laut dem Unternehemn mit Sitz in Berlin mit den steigenden Ausgaben der deutschen Musiknutzer für Audio-Streaming. Die Ausgaben für das kostenpflichtige Musik-Streaming zeigen laut Bundesverband Musikindustrie (BVMI) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Wachstum von 22 Prozent.

Jorin Zschiesche, Gründer und Inhaber von recordJet, erklärt: "Musik begleitet uns immer - auch in den schwierigsten Zeiten. Während durch die Pandemie die meisten Formate stark eingeschränkt sind, sind wir bei recordJet froh, unseren Musiker*innen und Labels weiterhin zur Seite stehen zu können. Durch Streams, Downloads und physische Käufe können weiterhin Einnahmen generiert werden, die bei unserem Modell auch bis zu 100 Prozent bei den Künstler*innen landen. Nichtsdestotrotz hoffen wir, dass das Live-Geschäft bald wieder Fahrt aufnehmen kann."