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LiveKomm BW bringt Diskussion zum Clubsterben online

Felix Grädler von der LiveKomm initiiert am 19. November ein Online-Event mit Diskussionsrunde und Vorträgen zum Clubsterben in Baden-Württemberg. Dabei sind unter anderen Stephan Thanscheidt (FKP Scorpio), Axel Ballreich (LiveKomm), Udo Dahmen (Popakademie BW) und die MdBs Nikolas Löbel und Erhard Grundl.

17.11.2020 15:12 • von Frank Medwedeff
Initiator und Gastgeber der Veranstaltung: Felix Grädler von der LiveKomm (Bild: Felix Grädler)

Die LiveKomm veranstaltet am 19. November ab 19.00 Uhr ein Online-Meeting zum Clubsterben in Baden-Württemberg unter dem Motto "The Day the music died? Was die Politik dagegen tun muss." Initiatator der Veranstaltung ist Felix Grädler, Mitglied des Vorstandes der LiveKomm.

Erörtert werden soll die aufgrund der Coronalage dramatische Lage der Clubs, deren Betrieb in ganz Deutschland seit Mitte März 2020 geschlossen ist und deren Wiedereröffnung weiterhin nicht in Sicht sei.

Die Veranstaltung biete einen Austausch für Clubs und Livemusikspielstätten in Baden-Württemberg an und versuche "auch interessierten Politiker*innen dieses Thema näherzubringen, um die Lage vor Ort besser einschätzen und auf die ein oder andere Weise unterstützen zu können".

"Wir brauchen auch nach der Pandemie in Baden-Württemberg ein aktives Nachtleben - divers, sicher, vielfältig, nachhaltig und vor allem zukunftssicher. Seid deshalb dabei bei unserem Austausch und bringt eure Nöte und Erfahrungen mit ein", appelliert die LiveKomm.

Initiator Felix Grädler und Sebastian Fiedler, Geschäftsführer m:con Mannheim, geben zunächst unter dem Motto "Alarmstufe Rot" Informationen aus der LiveKomm über aktuelle Themen und Erfahrungen aus der Netzwerkarbeit der Veranstaltungsbranche im Bund.

Der Vorstandsvorsitzende der LiveKomm, Axel Ballreich, referiert in seinem Vortrag mit der Überschrift "Money, Money, Money" über Fördermaßnahmen und Hilfen von Bund, Land und Kommunen.

Robin Ebinger (Cosmopop), Rico Riedmüller (Cave54) und Pamela Schobeß (Gretchen Berlin, Clubcommision) liefern den Input für den Programmpunkt "I will survive" zum Überlebenskampf von Clubs und Musikspielstätten in der Pandemie und widmen sich Fragen wie "Spenden, Biergarten, Barbetrieb, Maskenproduktion, Privatparties, Streamings? Wird hier das große Geld verdient? Welche Strategien gibt es zum Ausstieg aus der Misere? Sind Soforttests und Registrierungsmodelle möglich?".

Geplanter Höhepunkt des virtuellen Meetings ist dann eine Online-Diskussionsrunde namens "Help!", in der Fragestellungen à la "Wie geht es weiter? Strategien und Exit-Szenarien: Antigentests, Registrierungsapps, Pilotversuche. Förderungen? Wie verändert sich die Branche? Clubbetrieb mit Abstand? In Zukunft abhängig von Förderungen? Was muss die Politik jetzt tun? Was tut die Politik?" Gegenstand der Debatte sind. Zugesagt haben hierfür bereits die Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel (CDU) und Erhard Grundl (Bündnis 90/Die Grünen), Udo Dahmen (Geschäftsführer der Popakademie Baden-Württemberg), Stephan Thanscheidt (Geschäftsführer FKP Skorpio) und Theresa Kern, Sprecherin der IG Clubkultur Baden-Württemberg. Angefragt ist zudem noch ein Repräsentant der baden-württembergischen Landesregierung.

Die Veranstaltung ist via Zoom zu verfolgen, die LiveKomm will sie aber auch als Stream übertragen.