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Urheberrechtskonferenz arbeitete an Lösungen zur EU-Richtlinie

Im Fokus der Urheberrechtskonferenz am 16. November stand die Umsetzung der EU-Urheberrechtsrichtlinie. Laut Gerhard Pfennig von der Initiative Urheberrecht hätten sich dabei Lösungen eröffnet, "auf die man sich vielleicht verständigen können wird".

17.11.2020 12:41 • von Jonas Kiß
Meldete sich mit einem Videostatement: Regisseur Wim Wenders (Bild: Initiative Urheberrecht)

Im Fokus der , die am 16. November 2020 zum ersten Mal ausschließlich digital stattfand, stand der Referentenentwurf des Justizministeriums zur Umsetzung der EU-Richtlinie zum Urheberrecht.

Gerhard Pfennig, Sprecher der veranstaltenden Initiative Urheberrecht, richtete einen Wunsch an die Politik: "Es wäre gut, wenn die Umsetzung noch vor dem Wahlkampfauseinandersetzungen gelingen würde."

Die Debatten zwischen Rechtsinhabern und Urhebern hätten gezeigt, "dass der Referentenentwurf zur Umsetzung der DSM Richtlinie, auch von vielen Seiten betrachtet, Lösungen eröffnet, auf die man sich vielleicht verständigen können wird".

Pfennig fordert "eine Sicherung der Vergütung auch im Netz und dabei eine faire Beteiligung an neuen Nutzungen im Netz, wie es die Protokollerklärung vorsieht". Das Urhebervertragsrecht müsse verbessert werden, was auch im Sinne der Nutzer sei: "Wir brauchen eine Verlagerung der Verantwortlichkeit von den Nutzern auf die Plattformen", resümiert Pfennig.

Katharina Uppenbrink (Geschäftsführerin der Initiative Urheberrecht) und Komponist Matthias Hornschuh moderierten die Konferenz. Viele Urheber, Künstler, Vertreter der Kulturwirtschaft und Politiker beteiligten sich an den Diskussionen. Mit dabei waren unter anderem Singer/Songwriterin Michelle Leonhard, Roman- und Drehbuchautor Mario Giordano, Komponist Micki Meuser und Regisseur Wim Wenders sowie die Politiker Ansgar Heveling (CDU), Tabea Rößner (Bündnis 90/DIie Grünen) und Martin Rabanus (SPD).

Das vollständige Konferenzprogramm und die Aufzeichnung des Livestreams finden sich online.

In der Initiative Urheberecht haben sich über 35 deutsche Verbände und Gewerkschaften zusammengeschlossen, die "die Interessen von insgesamt rund 140.000 deutschen Urheber:innen und ausübenden Künstler:innen vertreten".