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Urheberrechtskonferenz diskutiert Umsetzung der EU-Richtlinie

Am 16. November veranstaltet die Initiative Urheberrecht die achte Urheberrechtskonferenz. Im Fokus steht der Referentenentwurf des Justizministeriums zur Umsetzung der EU-Urheberrechtsrichtlinie.

06.11.2020 14:24 • von Jonas Kiß
Lädt zur Konferenz: Gerhard Pfennig, Sprecher der Initiative Urheberrecht (Bild: Burkhard Maus)

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Am 16. November 2020 veranstaltet die Initiative Urheberrecht die achte Urheberrechtskonferenz unter dem Motto "Macht und Ohnmacht der Urheber: was leistet die Umsetzung der Urheberrechts-Richtlinie?". Dieses Jahr findet die Konferenz ausschließlich online statt, die Teilnahme ist kostenlos. Im Fokus steht der Referentenentwurf des Justizministeriums zur Umsetzung der EU-Richtlinie zum Urheberrecht in der Plattformwirtschaft.

Von 10 bis 15 Uhr liefern Urheber, Künstler und Vertreter der Kulturwirtschaft Diskussionsbeiträge. Mit dabei sind unter anderem Singer/Songwriterin Michelle Leonhard, Roman- und Drehbuchautor Mario Giordano, Regisseur Jobst Oetzmann, Komponist Micki Meuser und Übersetzerin Patricia Klobusiczky.

Die Moderation übernehmen Frank Überall von der HMKW Hochschule und Komponist Matthias Hornschuh. Außerdem sprechen der Parlamentarische Staatssekretär Christian Lange für das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) und Regisseur Wim Wenders für die Seite der Kreativen.

Aus der Politik sollen die Bundestagsmitglieder Ansgar Heveling (CDU) und Tabea Rößner (Bündnis 90/DIie Grünen) sowie ein Abgeordneter der SPD vor Ort sein. Christian Gaebler, Chef der Senatskanzlei Berlin, eröffnet die Konferenz "mit dem Grußwort eines wichtigen beteiligten Bundeslandes".

Axel Metzger von der Humboldt Universität hält eine Keynote aus der Sicht der Wissenschaft, und auch Tobias Holzmüller (Justitiar der GEMA), Anke Schierholz (Justitiarin der VG Bild- Kunst), Katharina Winter (Justitiarin S. Fischer Verlage), Martin Madej (Plattform- und Urheberrechtsexperte des Bundesverbands der Verbraucherzentralen) und Gastgeber Gerhard Pfennig (Sprecher der Initiative Urheberrecht) wollen ihre Perspektiven für die Umsetzung der EU-Urheberrechtsrichtlinien in deutsches Recht erläutern.

Laut Gerhard Pfennig habe die Coronakrise die besondere Betroffenheit und Fragilität der künstlerischen Berufsausübung offengelegt. "Sie unterstreicht noch einmal die hohe Bedeutung der Stabilisierung der beruflichen und sozialen Situation der professionellen Kreativen - und damit auch die Notwendigkeit, ein faires Urheberrecht zu schaffen", so Pfennig weiter: "Die Konferenz wird sich im Kern genau darum drehen. Denn nach den bisher bekannten Planungen wird der Bundestag noch dieses Jahr die Umsetzung der europäischen DSM-Richtlinie in deutsches Recht beraten."

Das vollständige Konferenzprogramm sowie Informationen zu allen Referenten und zur Anmeldung finden sich auf den Onlineseiten der Konferenz.