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Spotify erreicht mehr als 300 Millionen Nutzer

Die Spotify-Betreiber melden erneut prozentual zweistellige Zuwächse bei der Zahl der Nutzer und Abonnenten, was auch die Umsätze des Streamingdienstes im dritten Quartal weiter anschob. Doch operativ fuhr das Unternehmen wieder ein Minus ein.

29.10.2020 12:28 • von
Die eigenen Erwartungen übertroffen: Spotify verbuchte fürs dritte Quartal Zuwächse bei Nutzern und Abonnenten (Bild: newsroom.spotify.com, Screenshot)

Die Spotify-Betreiber melden erneut prozentual zweistellige Zuwächse bei der Zahl der Nutzer und Abonnenten, was auch die Umsätze des Streamingdienstes im dritten Quartal weiter anschob. Das belegt die Bilanz für den Zeitraum von Anfang Juli bis Ende September 2020, die Spotify am 29. Oktober vor Handelsstart an der New Yorker Börse präsentierte.

Demnach wuchs die Zahl der monatlich aktiven Nutzer im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres um 29 Prozent auf nunmehr 320 Millionen - im zweiten Quartal blieb das Unternehmem noch knapp unter der Marke von 300 Millionen. 144 Millionen davon waren im dritten Quartal Kunden des kostenpflichtigen Musikabos, 27 Prozent mehr als noch vor Jahresfrist, bei den Nutzern des werbefinanzierten Einsteigerangebots ging es um 31 Prozent auf 185 Millionen rauf.

Im Hinblick auf die Umsätze erreichten die Einnahmen nicht ganz diese Dynamik. Die Gesamteinnahmen von Spotify wuchsen im dritten Quartal um 14 Prozent auf 1,975 Millionen Euro, die Einnahmen aus dem Abogeschäft in Höhe von 1,790 Milliarden Euro bedeuteten in diesem Bereich ein Umsatzplus von 15 Prozent zum Vorjahresquartal. Auch das von der Corona-Krise zwischenzeitlich beeinträchtigte Geschäft mit der Werbevermarktung wuchs im dritten Quartal wieder um neun Prozent und spielte nun 185 Millionen Euro in die Kassen des Unternehmens.

Zum Wachstum habe unter anderem der Markteinstieg in Russland beigetragen, aber auch einige der bereits länger etablierten Musikmärkte hätten in Sachen Nutzerzuwachs wieder an die Prä-Corona-Zeiten anschließen können, heißt es aus dem Hause Spotify. Zugleich habe die sogenannte Churn-Rate der abgewanderten Nutzer erstmals unter vier Prozent gelegen.

Operativ fuhr das Unternehmen dennoch wieder Verluste in Höhe von 40 Millionen Euro ein.

Für das Gesamtjahr rechnet man bei Spotify nun mit bis zu 345 Millionen MAUs und mit bis zu 154 Millionen zahlenden Abonnenten, was zu Umsätzen von bis zu 2,2 Milliarden Euro führen soll. Operativ rechnet man bei Spotify derweil mit Verlusten in einer Größenordnung zwischen 32 Millionen Euro und 112 Millionen Euro.

Text: Knut Schlinger