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EVVC will "jetzt erst recht" Unterstützung für Veranstaltungswirtschaft

In einer persönlichen Mitteilung schreibt die EVVC-Präsidentin Ilona Jarabek, dass man, nach dem zweiten Lockdown, "jetzt erst recht" für "die stiefmütterlich behandelte Veranstaltungswirtschaft kämpfen" müsse.

29.10.2020 10:43 • von Dietmar Schwenger
Verspürt Wut angesichts ausbleibender Hilfen: EVVC-Präsidentin Ilona Jarabek (Bild: EVVC)

In einer persönlichen Mitteilung schreibt dieEVVC-Präsidentin Ilona Jarabek, dass man, nach dem zweiten Lockdown, "jetzt erst recht" für "die stiefmütterlich behandelte Veranstaltungswirtschaft kämpfen" müsse.

"Ich gebe es offen zu: Die aktuelle Entwicklung mit steigenden Corona-Zahlen löst bei mir als Privatperson Ilona Jarabek Ängste aus", schreibt die Präsidentin des Europäischen Verbands der Veranstaltungs-Centren (EVVC) an Freunde und Partner des Verbands. "Zum ersten Mal seit dem Lockdown von März habe ich den Eindruck, dass die Pandemie in mein Wohnzimmer schwappt. Das ist bislang mein sicher geglaubter Rückzugsort. Ich halte die Kraft meiner Gedanken dagegen. Denn ich weiß, dass positive Gedanken wie ein Bollwerk gegen Ängste und Unsicherheit wirken."

Es ist ihr wichtig, der Veranstaltungswirtschaft "noch mehr Gehör zu verschaffen". AlarmstufeRot sei daher für mich keine Eintagsfliege, sondern eine kraftvolle Aktion, die man so lange nach vorne treiben müsse, "bis auch der letzte Bundestagsabgeordnete (aus Hintertupfingen) verstanden hat, WER wir sind: Ein Jobmotor für Deutschland, ein branchenübergreifendes Netzwerk mit Nachhall und Nachhaltigkeit".

Mit Nachdruck schreibt Jarabek: "Jeder, der mich kennt, der weiß, dass ich keine Stammtischrednerin bin, die polternd auftritt. Aber wenn ich lese, wie große deutsche Konzerne mit Staatshilfen gepampert werden und fröhlich Steueroasen nutzen dürfen, kommt Wut in mir hoch. Wo bleibt da endlich die spürbare Unterstützung für unsere Veranstaltungswirtschaft? Wo und wann gibt es konkrete Hilfe, damit unsere Häuser auch noch morgen Lebensfreude und Begegnung schenken können? Wann höre ich aus dem Munde von Minister Altmaier oder Kanzlerin Merkel, dass ein Paket für unsere Branche geschnürt wird?"

"Wir brauchen also einen langen Atem", schließt die Präsidentin. "Alle großen Player der Branche müssen weiterhin mit einer Stimme sprechen. So können wir Erfolgsperspektiven schaffen. Für uns alle. Ich bin und bleibe trotz allem ein zuversichtlicher Mensch."