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Veranstaltungsverbände fordern passgenaues Rettungsprogramm

Die im Aktionsbündnis #AlarmstufeRot zusammengeschlossenen Berufsverbände BDKV, BSM, BVD, EVVC, FAMAB, isdv, LiveKomm und VPLT kritisieren die von Peter Altmaier mit dem Programm Überbrückungshilfe II vorgenommenen Verbesserungen des Konjunkturpakets als "nicht hinreichend".

27.10.2020 14:26 • von Jonas Kiß
Verlängert die Überbrückungshilfen bis zum Jahresende: Wirtschaftsminister Peter Altmeier (Bild: BPA/Steffen Kugler)

Die im Aktionsbündnis #AlarmstufeRot zusammengeschlossenen Berufsverbände BDKV, BSM, BVD, EVVC, FAMAB, isdv, LiveKomm und VPLT kritisieren die von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mit dem Programm Überbrückungshilfe II vorgenommenen Verbesserungen des Konjunkturpakets als nicht hinreichend, um den Wirtschaftszweig der Veranstaltungswirtschaft zu retten.

Ohne ein maßgeschneidertes Sonderprogramm würden "die von den Infektionsschutzmaßnahmen von Covid19 besonders hart betroffenen Unternehmen" die Krise wirtschaftlich nicht überstehen.

Deswegen fordern die Verbände von der Bundesregierung "ein für ihre besonderen Bedürfnisse zugeschnittenes Hilfsprogramm" und haben dem Bundeswirtschaftsminister sowie dem Bundesfinanzminister Olaf Scholz detaillierte Vorschläge unterbreitet.

Unter anderem wollen sie, dass die sogenannte "Personalkostenpauschale" von derzeit 20 auf mindestens 50 Prozent heraufgesetzt wird. Es sei für Unternehmen angesichts der Krise ansonsten finanziell nicht tragbar, Mitarbeiter aus der Kurzarbeit zu holen und gleichzeitig ihr Geschäft für künftige Veranstaltungen wieder hochzufahren.

Zudem fordern die Verbände, dass neben dem Finanzierungskostenanteil von Leasingraten mehr Kosten förderfähig werden. So wollen sie etwa, dass auch Kosten bei Ausfall von Umsatz oder für Stornierung sowie Abschreibungen, zum Beispiel für technische Geräte, erstattet werden.

Die maximale Förderung beträgt derzeit 50.000 Euro monatlich für maximal drei Monate, wie die Verbände wissen lassen. Die bisherige Deckelung müsse bis zur zulässigen Grenze des EU-Beihilferahmens angehoben werden, "um den Unternehmern und Solo-Selbständigen mehr finanziellen Spielraum zu ermöglichen".