Unternehmen

User-Generated Content wird Milliardengeschäft

Bis zum Jahr 2022 könnte das Geschäft mit User-Generated Content (UGC) sechs Milliarden Dollar zu den Musikumsätzen beitragen.

27.10.2020 10:26 • von Dietmar Schwenger
Beleuchtet die Rolle von User-Generated Content: die Midia-Studie "The Rising Power Of UCG" (Bild: Midia)

Bis zum Jahr 2022 könnte das Geschäft mit User-Generated Content (UGC) sechs Milliarden Dollar zu den Musikumsätzen beitragen. Das will die Studie "The Rising Power Of UGC" von Midia Research und Audible Magic herausgefunden haben. Trotz des ungelösten Value-Gap-Problems sagen die Marktforscher voraus, dass YouTube bis zu dem Zeitpunkt 45 Prozent der UGC-Umsätze beisteuern wird, gefolgt von TikTok (neun Prozent), SoundCloud (sieben Prozent) und Twitch (vier Prozent).

Die YouTube-Plattform, die laut Midia 45 Prozent der erwachsenen Bevölkerung erreiche, dominiere in den meisten Märkten das weltweite Streaming. "UGC und die Interaktion der Nutzer sind die Schlüsselgründe, warum YouTube kontinuierlich Spotify und andere Streamingdienste übertrumpfen." Zugleich analysiert Midia, dass TikTok der wertvollste neue Marktteilnehmer sei.

"TikTok erschafft ein breites, weltweites Publikum aus Kreativen mit Musik im Hintergrund. Während YouTube sich darauf verlässt, dass eine Minderheit der User Inhalte für die Mehrheit generiert, hat TikTok eine Umgebung erschaffen, in der die Mehrheit des Publikums auf die eine oder andere Weise selber Schöpfer wird", heißt es in der Studie.

Konkret schätzt Midia, dass UCG-Umsätze aus Werbung im Jahr 2020 bereits 4,05 Milliarden Dollar entsprechen, von denen wiederum 2,2 Milliarden Dollar an die Rechteinhaber gehen. 2019 habe der UCG-Umsatz nur 3,59 Milliarden Dolllar betragen.

Wachstumstreiber ist der chinesische Digitalmarkt, da laut Midia chinesische Plattformen für 50 Prozent der Zuwächse bei den Werbeerlösen zwischen 2019 und 2022 verantwortlich seien.