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UK-Wettbewerbshüter sieht Fusion von Viagogo und Stubhub weiterhin kritisch

Im Februar verkaufte eBay die sekundäre Ticketplattform StubHub an den umstrittenen Zweitvermarkter Viagogo. Während die Übernahme abgeschlossen ist, wird die Fusion weiterhin von Aufsichtsbehörden, insbesondere von der britischen Competition And Markets Authority (CMA) geprüft.

26.10.2020 13:32 • von Jonas Kiß
Ging im Februar für rund vier Milliarden Dollar an Viagogo: die Ticketplattform Stubhub (Bild: Screenshot, stubhub.com)

Im Februar 2020 verkaufte eBay die sekundäre Ticketplattform StubHub für rund vier Milliarden Dollar an den umstrittenen Zweitvermarkter Viagogo.

Die Übernahme wurde zwar im Februar abgeschlossen, aber eine tatsächliche Fusion der beiden Unternehmen wurde vorerst auf Eis gelegt. Die Fusion wird weiterhin von Aufsichtsbehörden, insbesondere von den britischen Wettbewerbshütern der Competition And Markets Authority (CMA) geprüft.

Die CMA legte nun eine neue Stellungnahme vor in der es heißt: "Viagogo und StubHub sind enge Konkurrenten in einem bereits sehr konzentrierten Markt ohne nennenswerte zusätzliche Wettbewerber. Sie sind die einzigen beiden Unternehmen von nennenswerter Größe auf dem sekundären Ticketmarkt des Vereinigten Königreichs mit einem gemeinsamen Marktanteil von mehr als 90 Prozent".

Deshalb zeigt sich die CMA besorgt, "dass der Zusammenschluss zu Gebührenerhöhungen für Kunden, einschließlich Fans, führen könnte, die Zweitkarten für Live-Veranstaltungen weiterverkaufen oder kaufen". Zudem stellte die CMA fest, "dass die Fusion zu einer geringeren Qualität der Dienstleistungen und einer geringeren Innovation in diesem Sektor führen könnte". Deswegen fordert die CMA von Viagogo nun unter anderem StubHub "ganz oder teilweise zu verkaufen".