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Charts KW 44: Christopher von Deylen farbenfroh vorn

In den deutschen Longplaycharts siegt Christopher von Deylen mit "Colors" - dem ersten Album des bislang als Schiller erfolgreichen Musikers unter seinem bürgerlichen Namen. Bei den Singles kehren 24kGolden und Iann Dior mit "Mood" an die Spitze zurück.

23.10.2020 16:26 • von Frank Medwedeff
Hält schon seinen Nummer 1 Award für "Colors" in Händen: Christopher von Deylen (Bild: Christopher von Deylen)

In den Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts bringt Christopher von Deylen Farbe ins Spiel: "Colors", das erste Album des Elektronikkünstlers unter seinem bürgerlichen Namen, entert die Hitliste sofort auf der Pole Position. Mit seinem Projekt Schiller hatte von Deylen zuvor bereits sechs Alben an die Spitze gebracht: "Weltreise" (2001), "Sehnsucht" (2008), "Sonne" (2012), "Opus" (2013), "Future" (2016) und "Morgenstund" (2019).

Auf dem Instrumentalalbum "Colors" vereint er nun analoge Klavierklänge mit Elektro-Sounds. Zu seinem aktuellen Charts-Durchmarsch, für den ihn GfK Entertainment bereits mit dem Nummer 1 Award bedacht hat, sagt der Künstler: "Damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Ich freue mich über diesen Erfolg ganz besonders und bedanke mich herzlichst bei einem wunderbaren Publikum, das dieses Experiment mit mir gewagt hat. 'Colors' basiert ja auf Live-Improvisationen meiner Piano- und Elektronik-Tour vom Frühjahr 2020. Die Stücke habe ich nach dem intensiven Feedback dieser unvergesslichen Abende ausgearbeitet. Eine neue, großartige Erfahrung."

Sven Schuhmann, Senior Product Manager/A&R Classical Jazz bei Sony Masterworks, kommentiert: "Wir freuen uns außerordentlich darüber, mit einem Piano-Elektronik-Album in der Hochsaison auf Platz eins der Offiziellen Deutschen Album-Charts zu landen und Christopher von Deylen bei seiner Erkundung von künstlerischem Neuland erfolgreich unterstützt zu haben. 'Colors' ist das erste Album, das unter dem Namen Christopher von Deylen erscheint, und zugleich das erste Album, das bei Sony Masterworks gearbeitet wird. Wir möchten uns für die kreative, inspirierende und freundschaftliche Zusammenarbeit mit Christopher herzlich bedanken."

Immerhin von null auf zwei springen in dieser Woche die Rapper KC Rebell und Summer Cem mit ihrem neuen gemeinsamen Werk "Maximum III". Nena schaltet als Neuzugang auf Rang drei das "Licht" an, so der Name ihres frisch veröffentlichten Studioalbums.

Posthum auf Rang vier gelangt der 2017 verstorbene US-Rockstar Tom Petty mit "Wildflowers & All The Rest", einer stark erweiterten Wiederauflage seines 1994 erschienenen Solalbums. Und neu dabei auf Rang fünf ist Katie Melua mit ihrem "Album No. 8".

Von 69 auf sechs katapultieren sich aktuell Thomas Anders und Florian Silbereisen mit ihrem Renner "Das Album". Neueinsteiger ist auf Rang sieben der Konzertmitschnitt "Live From The Forum MMXVIII" von den Eagles. Und auf der Acht debütiert der Sampler "The Very Best Of Sunrise Avenue" von der finnischen Band um Sänger Samu Haber.

Saltatio Mortis nehmen mit dem Nummer-eins-Album der vergangenen Woche, "Für immer frei", jetzt Rang neun ein. Und David Garretts "Alive - My Soundtrack" rutscht von der vierten Stelle ans Ende der Top 10.

Auf Rang elf neu gelistet ist die britische Death-Metal-Formation Benediction mit "Scriptures". Aus dem Stand in die Top 20 bringen es noch die Schweizer Schlagertruppe Calimeros und "Ich küsse einen Engel" auf der 14 sowie Matt Berninger, bekannt als Leadsänger von The National, der sein Solodebüt "Serpentine Prison" nach der ersten Verkaufswoche auf Platz 19 bringt.

Universal Music führt die Wochenwertung der Vertriebsfirmen im Longplaysegment mit 39,6 Prozent Marktanteil an - mit exakt zehn Prozent Vorsprung auf Warner Music (29,6). Es schließt sich Sony Music mittels 22,3 Prozent an, und die Top 5 vervollständigen Believe/GoodToGo (5,6 Prozent) und Kontor/Edel (1,7 Prozent).

Bei den Singles kehren 24k Golden und Iann Dior mit "Mood" von Rang zwei aus zurück an die Tabellenspitze. Es ist für ihren Welthit insgesamt die vierte Woche auf dem obersten Podestrang in Deutschland. Ebenfalls einen Rang rauf auf zwei geht es für Internet Money & Gunna feat. Don Toliver & Nav mit "Lemonade".

Der Track "Désolé" von Mero & Nimo ist per Einzug auf Position drei der höchste Neuzugang der Woche. Vize, Joker Bra & Leony klettern mit "Paradise" von fünf auf vier und vollziehen damit einen Platztausch mit "Head & Heart" von Joel Corry im Verbund mit MNEK.

Unter die ersten Zehn bringt es noch ein erstmals gelisteter Titel, nämlich auf Rang neun der Track "Monet", mit dem Alligatoah & Sido dem großen französischen Maler Tribut zollen.

Im Distributorenranking hat auch bei den Singles Universal Music die Nase vorn per 37,7 Prozent Wochenanteil, gefolgt von Sony Music (26,1 Prozent), Warner Music (23,1 Prozent), Believe/GoodToGo (9,0 Prozent) sowie Kontor/Edel (3,5 Prozent).

Die "Bravo Hits 111" beherrschen weiterhin die Szenerie in den Top 30 Compilations. "Kontor - Top Of The Clubs Vol. 87" ist auf Rang zwei der erfolgreichste Neueinsteiger der Woche und verdrängt "KuschelRock 34" auf Position drei.

Zweithöchster Neuankömmling ist an achter Stelle die Zusammenstellung "Best Of Klassik 2020 - Die große Gala der Opus Klassik-Preisträger", und auf der Zehn debütieren die "Songpoeten VI".

Sony Music führt hier klar die Vertriebsrangliste anhand eines Marktanteils von 49,3 Prozent an und hält Universal Music (21,4 Prozent), Warner Music (17,0 Prozent) sowie Kontor/Edel (10,5 Prozent) auf Distanz.