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Verband für Popkultur in Bayern begrüßt weitere Förderprogramme

In einer Regierungserklärung kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am 21. Oktober Hilfsmaßnahmen für Soloselbstständige und Kreativschaffende an. Für die Hilfen hat der Verband für Popkultur in Bayern (VPBy) über Wochen und Monate "intensiv hinter den Kulissen gekämpft".

22.10.2020 14:50 • von Jonas Kiß
Vor der Bayerischen Staatskanzlei (von links): Bernd Schweinar (Geschäftsführer VPBy) mit den Kulturschaffenden Helmut Schleich, Wolfgang Krebs, Luise Kinseher und Jürgen Kirner (Bild: VPBy)

In seiner Regierungserklärung vom 21. Oktober 2020 kündigte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Hilfsmaßnahmen für Soloselbstständige und Kreativschaffende an. Demnach fördert Bayern neben Livekulturbühnen nun auch kleine bis mittlere örtliche Veranstaltungsagenturen, und zwar jetzt "bis Pandemie-Ende", wie es bei Söder heißt. Zudem führt Bayern einen fiktiven Unternehmerlohn für Künstler und produktionsbeteiligte Soloselbstständige ein.

Für die Hilfen habe der Verband für Popkultur in Bayern (VPBy) über Wochen und Monate "intensiv hinter den Kulissen gekämpft", wie Geschäftsführer Bernd Schweinar berichtet. Zum finalen Gespräch beim Ministerpräsidenten und drei weiteren Landesministern begleiteten bayerische Kulturschaffende wie Luise Kinseher, Wolfgang Krebs, Helmut Schleich, Urban Priol, Jürgen Kirner und Thomas Darchinger den VPBy-Geschäftsführer.

Schweinar streicht außerdem heraus, dass er und das VPBy-Team bereits zum 1. Juli und mit Laufzeit bis 31. Dezember für die bayerischen Clubs und Livebühnen mit mehr als 24 Shows pro Jahr und weniger als 1000 Besuchern ein wegweisendes Förderszenario erkämpfen konnten. So finanziert das Land Bayern den Kulturspielstätten alle Betriebskosten wie Mieten, Leasing, Pacht oder Versicherungen und "wesentlich über dem Bundeslevel sogar 100 Prozent der Personalkosten" sowie einen fiktiven Unternehmerlohn für Clubbetreiber in Höhe von 1180 Euro im Monat. Auch Axel Ballreich (LiveKomm) und Patrick Oginski(VdMK) waren an den Verhandlungen beteiligt.

Ebenfalls im Juli handelte Schweinar ein Förderprogramm aus speziell für die kleinen und mittleren örtlichen Veranstaltungsagenturen, die in Bayern vor allem den ländlichen Raum bespielen. Das Programm hing laut Schweinar allerdings zuletzt drei Monate in der Verwaltung fest, weswegen er sich im September an den Ministerpräsidenten gewandt hatte, und das Spielstättenförderprogramm nach dessen Regierungserklärung jetzt erweitert werde.

"Die Unterstützung vieler prominenter bayerischer Künstlerinnen und Künstler war erneut der Schlüssel, um das Thema wieder zur Chefsache bei Ministerpräsident Söder zu machen", erklärt Schweinar. Neben den Kulturschaffenden, die beim Gespräch in der Bayerischen Staatskanzlei mit dabei waren, brachten unter anderem auch Hannes Ringlstetter, Werner Schmidbauer, Stefan Dettl von LaBrassBanda, Stephan Zinner, Frank-Markus Barwasser, Stofferl Well, Roland Hefter und Volker Heißmann ihre Stimme ein.