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Warner Music kündigt Zukäufe an und präsentiert vorläufige Zahlen

Die Warner Music Group steht vor der Bekanntgabe einer Übernahme im Musikbiz, kündigt einen zweiten Zukauf an und sammelt dafür frische Gelder in dreistelliger Millionenhöhe ein. Parallel gewährt der Musikkonzern einen ersten Einblick in die Bilanz des abgelaufenen Fiskaljahres.

19.10.2020 17:59 • von
Steuert im ersten Jahr der Corona-Krise auf konzernweite Umsätze auf Vorjahresniveau zu: CEO Stephen "Steve" Cooper (Bild: Warner Music Group)

Die Warner Music Group steht vor der offiziellen Bekanntgabe einer Übernahme im Musikbiz und kündigt darüber hinaus einen zweiten Zukauf an: Bereits Anfang Oktober habe man eine Akquisition abgeschlossen, teilte der börsennotierte Musikkonzern am 19. Oktober 2020 mit, ohne indes Details zu nennen. Zudem habe man eine grundsätzliche Einigung über eine zweite Übernahme mit einem Volumen von rund 338 Millionen Dollar erzielt, diese sei indes noch nicht abgeschlossen.

Für die Finanzierung der Übernahmen sammelt die Warner Music Group derweil bereits frische Gelder in dreistelliger Millionenhöhe ein: Über die Ausgabe von Schuldverschreibungen sollen 250 Millionen Dollar in die Kassen kommen.

Parallel zu diesen Bekanntgaben gewährte der Musikkonzern zudem einen ersten Einblick in die Bilanz des abgelaufenen Fiskaljahres: In den zwölf Monaten bis Ende September 2020 geht man nach noch ungeprüften Zahlen von Umsätzen in einer Größenordnung zwischen 4,435 Milliarden Dollar und 4,475 Milliarden Dollar aus. Damit würde der Musikkonzern etwa auf dem Niveau des vorherigen Geschäftsjahres liegen, als man 4,475 Milliarden Dollar an Einnahmen erzielte. Beim OIBDA-Vorsteuerergebnis allerdings geht man in News York von Erträgen deutlich unter dem Vorjahreswert aus: Zwischen 20 Millionen Dollar und 40 Millionen Dollar seien zu erwarten, heißt es; im Vorjahr waren es noch 625 Millionen Dollar. Als Grund gelten hier unter anderem die Kosten für den Börsengang des Unternehmens.

Ende 2019 hatte Warner Music im Schulterschluss mit der Beteiligungsgesellschaft Providence Equity Partners bereits ein Investmentvehikel auf die Beine gestellt, mit einem Volumen von bis zu 650 Millionen Dollar in Form von Unternehmensanteilen und Kreditzusagen.

Text: Knut Schlinger