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Charts KW 41: Kontra K rappt sich auf eins

In den Offiziellen Deutschen Charts steht Kontra K mit seinem fünften Nummer-eins-Album "Vollmond" auf dem Gipfel - vor den Rolling Stones und Prince. Bei den Singles kommt an "Mood" von 24kGoldn und Iann Dior noch immer niemand vorbei.

02.10.2020 16:02 • von Frank Medwedeff
Neue Nummer eins bei den Alben: Kontra Ks "Vollmond" (Bild: BMG_Warner Music)

Kontra K steigt mit "Vollmond", so der Titel seines neuen Albums, direkt an die Spitze der Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts auf. Dies ist hier bereits das fünfte Nummer-eins-Album des Rappers innerhalb von fünf Jahren, wie GfK Entertainment bestätigt. Zuvor triumphierte er mit "Labyrinth" (2016), "Gute Nacht" (2017), "Erde & Knochen" (2018) sowie mit "Sie wollten Wasser doch kriegen Benzin" (2019).

Dahinter belegen zwei Backkatalogschätze die weiteren Medaillenränge: Die Rolling Stones entern die deutsche Longplayhitliste mit "Steel Wheels Live", einem Konzertmitschnitt aus Atlantic City aus dem Jahr 1989, an zweiter Stelle. Und auf Rang drei taucht posthum Prince als Wiedereinsteiger auf, dessen ursprünglich 1987 erschienenes Kultalbum "Sign O' The Times" jetzt als "Super Deluxe Version" mit 63 bislang unveröffentlichten Aufnahmen wieder auf den Markt kam.

Capital Bras "CB7" sinkt somit von eins auf vier, und ebenfalls um drei Stellen nach unten auf die fünf geht es für Niedeckens BAP und "Alles fliesst".

Nach unten orientieren muss sich auch Bonez MC, der mit "Hollywood" von vier auf sechs rutscht, während es für Metallicas "S&M2" wieder um eine Position hinauf geht auf die Sieben. Die Deftones rocken sich lautstark von null auf acht mit "Ohms" und The Ocean aus Berlin direkt auf neun. Ihr Album heißt "Phanerozoic II: Mesozoic - Cenozoic".

Frisch gelistet an zehnter Position ist das Jubiläumswerk "40 Jahre" von Gerhard Polt und den Well Brüdern. Darüber freut sich Partner JKP, das bandeigene Label der Toten Hosen, die seit 1990 mehrfach mit Kabarettist Polt und den Well Brüdern (beziehungsweise Biermösl Blosn) zusammengearbeitet haben. "Burschen, viele Grüße aus Düsseldorf, heute Abend trinken wir eine Halbe auf Euch", verlautet JKP.

Und weiter mit Neuzugängen geht es aktuell auf den Rängen elf ("Tickets To My Downfall" von Machine Gun Kelly) und zwölf (die EP "18" von Rapperin badmómzjay).

Sofort in die Top 20 schaffen es auch noch die Idles und "Ultra Mono" (14), Ayreon mit "Transitus" (15), Sonia Liebings "Absolut (16) sowie das K-Pop-Konglomerat SuperM und deren "Super One - The 1st Album" (19).

Die Nummer eins unter den Vertrieben ist im Longplaysegment in dieser Woche Warner Music anhand eines Marktanteils von 44,0 Prozent. Universal Music folgt auf dem Fuße (36,3 Prozent) vor Sony Music (11,3 Prozent), Believe/GoodToGo (3,8 Prozent) und Kontor/Edel (1,7 Prozent).

Bei den Singles bleibt der internationale Renner "Mood" von 24kGoldn feat. Iann Dior in der dritten Woche das Maß aller Dinge. Loredana & Delara stellen mit "Checka" auf Rang zwei den höchsten Neuzugang der Woche. Einen Rang rauf auf drei bewegen sich Internet Money & Gunna feat. Don Toliver & Nav und ihre Ohrenerfrischung "Lemonade".

Neu dabei auf vier ist das Stück "Niemals unter 1000" von Bonez MC und seinem 187-Strassenbande-Kollegen LX. Von sechs auf fünf verbessert sich Joel Corrys "Head & Heart", eine Kollaboration mit MNEK.

Longplaysieger Kontra K entert auch hier die Top 10, und zwar an neunter Stelle mit "Alles dreht sich", wobei Capital Bra als Partner an seiner Seite mitmischt.

Universal Music erringt den Wochensieg im Distributorenranking (36,6 Prozent). Dahinter rangieren in den Top 5 Sony Music (29,3 Prozent), Warner Music (25,6 Prozent), Believe/GoodToGo (5,3 Prozent) sowie Kontor/Edel (2,7 Prozent).

"KuschelRock 34" übertrumpft als Neuzugang die gesamte Konkurrenz in den Top 30 Compilations und schiebt die "Bravo Hits 110" auf die zweite Position zurück. Ebenfalls eine Rangstufe nach unten auf die Drei geht es für "The Dome Vol. 95"

Universal Music führt die Vertriebsrangliste mittels 36,0 Prozent Wochenanteil hauchdünn vor Sony Music (35,2 Prozent) an. Warner Music erreicht 27,1 Prozent, und folglich genügen Broken Silence 0,9 Prozent für Platz vier.