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Universal Music erreicht Klimaneutralität vorzeitig

Universal Music Deutschland verkündet einen entscheidenden Schritt in puncto Nachhaltigkeit: Als erstes Major-Label agiere das Unternehmen nun schon 2020 klimaneutral - und damit ein Jahr früher als geplant.

30.09.2020 16:26 • von Frank Medwedeff
Propagiert weiterhin vollen Einsatz von Universal für Emissionsreduktion: Frank Briegmann (Bild: Universal Music)

Universal Music Deutschland meldet einen entscheidenden Schritt nach vorn in puncto Nachhaltigkeit: Als erstes Major-Label könne das Unternehmen bereits jetzt das Ziel der Klimaneutralität verwirklichen - "durch die Kombination eigener CO2-senkender Maßnahmen mit einer umfassenden Kompensation".

Ursprünglich hatte sich der Marktführer unter den Plattenfirmen für die Erreichung der Klimaneutralität innerhalb des operativen Betriebs Ende 2021 als Ziel gesetzt. Dass es nun doch in diesem Jahr schon so weit sei, liege "an einer ganzen Reihe von Maßnahmen zur CO2-Vermeidung, die zügig erarbeitet und umgesetzt wurden, und an der Entscheidung, den verbleibenden CO2-Ausstoß in Zusammenarbeit mit dem Klimaschutz-Beratungsunternehmen ClimatePartner bereits vorab zu kompensieren".

Die umgesetzten Maßnahmen und die Kompensation seien wichtige erste Schritte, um auch kurzfristig mehr für den Erhalt das Klimas zu tun. Kern der Nachhaltigkeitsinitiative sind und bleiben demnach aber eigene Maßnahmen innerhalb des operativen Betriebs, wie es aus Berlin heißt.

Um diese schnell zu erarbeiten und umzusetzen, habe man das gesamte Team aufgerufen, sich mit Ideen zu beteiligen. In den ersten neun Monaten des Jahres überprüften somit "fünf Workgroups mit Hochdruck Prozesse auf ihre Klimabilanz und initiierten beziehungsweise realisierten zahlreiche Maßnahmen und Veränderungen". Das Spektrum habe dabei von Einkauf und Produktion über Mobilität und IT bis zu Vorschlägen, "die das Mindset grundlegend verändern", gereicht.

Projekte wie die Anpassung der Reiserichtlinien und die Einbindung von Elektro- und Fahrrad-Mobilität habe Universal Music Germany sofort umgesetzt. Hinzu kommen laut dem Major die Senkung des Energiebedarfs und die Optimierung der Wertstofferhaltung durch den Einsatz zentraler Recycling-Stationen, Einsparungen beim Papierverbrauch, die generelle Vermeidung von Plastikmüll, Anpassungen des Kantinenangebots "und vieles mehr". Durch Kooperationen mit Initiativen wie den Lebensmittelrettern, ReUse des Berliner Senats sowie dem Grünen Punkt werde nicht nur das Bewusstsein für nachhaltiges Leben und Arbeiten gestärkt, sondern auch die Umstellung weiterer Prozesse beschleunigt.

Alle zurzeit umgesetzten und geplanten Maßnahmen sparen nach Universal-Angaben insgesamt mehr als 1000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr ein. Darüber hinaus befinde sich Universal Music in ständigem Austausch mit Partnern, um etwa auch Vorprodukte und Lieferketten hinsichtlich der CO2-Bilanz zu optimieren.

Frank Briegmann, CEO & President Universal Music Central Europe und Deutsche Grammophon, erläutert: "Vor einem Jahr haben wir uns der Initiative 'Leaders for Climate Action' angeschlossen und uns im Zuge dessen Klimaneutralität als Ziel gesetzt. Ich freue mich sehr, dass wir durch unsere Teamarbeit, viele innovative Ideen unserer Workgroups und die Kooperation mit ClimatePartner schon jetzt Klimaneutralität bescheinigt bekommen haben. Es ist großartig, mit wie viel Engagement die Arbeitsgruppen, Abteilungen und Teams zu Werke gehen und auch weiterhin gehen werden. Wir ruhen uns auf dem aktuellen Erfolg jedoch nicht aus, sondern verfolgen unser Ziel der größtmöglichen Emissionsreduktion auch weiterhin mit vollem Einsatz."