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Initiative Musik schiebt Clubstudie an

Die Initiative Musik startet eine bundesweite Umfrage zur Situation der Livemusikspielstätten. Mit der Erhebung wolle man erstmals wichtige Kennzahlen zu den Musikclubs in ganz Deutschland erfassen, deren kulturelle, wirtschaftliche und soziale Relevanz herausarbeiten und erforderliche Bedarfe ermitteln, heißt es.

28.09.2020 15:31 • von
Soll die Lage der Livemusikspielstätten bundesweit unter die Lupe nehmen: die Ende September von der Initiative Musik gestartete Clubstudie (Bild: initiative-musik.de, Screenshot)

Die Initiative Musik startet eine bundesweite Umfrage zur Situation der Livemusikspielstätten. Mit der Erhebung wolle man erstmals wichtige Kennzahlen zu den Musikclubs in ganz Deutschland erfassen, deren kulturelle, wirtschaftliche und soziale Relevanz herausarbeiten und erforderliche Bedarfe ermitteln.

Bereits 2018 ging es erstmals um die Finanzierung dieses Projekts, im Frühjahr 2020 dann, beim Start des Förderprogramms "Live 100", kündigten die Initiatoren die Clubstudie erneut an. Und nun hat die Initiative Musik eine bundesweite Online-Umfrage zur Situation der Livemusikspielstätten auf den Weg gebracht. Mit der Erhebung wolle man erstmals wichtige Kennzahlen zu den Musikclubs in ganz Deutschland erfassen wolle, wie es unter anderem via Facebook aus Berlin heißt. Aufgrund der aktuellen Situation soll die Studie zudem die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Club-Szene untersuchen.

Auf ihren Onlineseiten erläutert die Initiative Musik darüber hinaus, dass man eine "klare, genreunabhängige Definition von Livemusikspielstätten ermitteln", bestehende Datenlücken schließen und "die gesamte Clublandschaft in Deutschland durch ihre wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Kennzahlen erfassen" wolle. Außerdem soll die Studie "die Bedeutung der Clubs herausarbeiten und eine größere Öffentlichkeit für ihren kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Beitrag generieren". Schließlich geht es dem deutschen Exportbüro aber auch darum, Bedürfnisse der Club-Betreiber zu ermitteln und "Handlungsempfehlungen an die Politik zu formulieren", auf deren Grundlage schließlich "neue Förderinstrumente zur Unterstützung des vielfältigen Livemusikangebots in Deutschland entwickelt werden" sollen.

Für die Clubstudie holte die Initiative Musik ein Beratungsgremium aus dem Livebereich an die Seite. Unter anderem mit dabei sind Karsten Schölermann und Christian Ordon von der LIveKomm, Thorsten Riehle (BDKV) oder Kornelia Vossebein (Bundeskonferenz Jazz). Mit der Durchführung der mit BKM-Mitteln geförderten Studie betraute die Initiative Musik den Alumni- und Förderverein SocioCologne.