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Initiative Musik sieht großen Andrang bei Förderanträgen aus der Live-Branche

Seit dem Start der Antragsverfahren für die "Neustart Kultur"-Programme haben sich bei der Initiative Musik rund 270 Musikclubs sowie 235 Musikfestival- und Livemusik-Veranstalter für eine Förderung beworben. Noch bis zum 31. Oktober können Musikclubs, Veranstalter und Festivals Anträge einreichen.

25.09.2020 14:24 • von Jonas Kiß
Sollen der Wiederaufnahme des Spielbetriebs dienen: die Fördermittel von "Neustart Kultur" (Bild: Screenshot, Initiative Musik)

Seit dem Start der Antragsverfahren für die "Neustart Kultur"-Programme, die von der Initiative Musik umgesetzt werden, sind dort zahlreiche Anträge eingegangen.

Für das Programm "Erhalt und Stärkung der Musikinfrastruktur (Musikclubs)", bei dem das Antragsverfahren am 27. August 2020 startete, haben sich bisher rund 270 Musikclubs für eine Förderung beworben.

Beim Programm "Erhalt und Stärkung der Musikinfrastruktur (Livemusik-Veranstaltungen und Musikfestivals)", bei dem man sich ab dem 7. September bewerben konnte, zählt die Initiative Musik bis jetzt 235 Anträge von Musikfestival- und Livemusik-Veranstaltern.

Noch bis zum 31. Oktober können Musikclubs, Veranstalter und Festivals Förderanträge einreichen. Dabei können Spielstätten und Musikclubs, gestaffelt nach der Publikumskapazität, Fördermittel bis zu einer Höhe von 150.000 Euro erhalten. Für Musikfestivals gibt es durch das Förderprogramm bis zu 250.000 Euro, bei Veranstaltern von Livemusik-Programmen gehen die Fördersummen bis zu 800.000 Euro.

Außerdem sind bei der zweiten Runde einer Spendenaktion der Initiative Musik 200.000 Euro zusammengekommen, die nun an Künstler, Bands und die jeweiligen Booker gehen. Das Hilfsprogramm richtet sich an Musiker, die durch die Corona-Pandemie in der Zeit vom 1. Juni bis 31. August Auftritte absagen mussten. Die Höhe des Zuschusses beträgt 1000 Euro pro Solokünstler oder Band. Darüber hinaus können auch deren Booker je 250 Euro erhalten.

Die Spendenaktion läuft weiter. "Denn auch in der zweiten Runde wurden mehr Anträge gestellt, als wir durch die Spendeneinnahmen bedienen können", erklärt die Initiative Musik. Seit Start der Aktion im April sind schon über 410.000 Euro an Spendengeldern zusammengekommen. Davon konnte die Initiative Musik 200.000 Euro bereits im Juni in der ersten Runde des Hilfsprogramms ausschütten.