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René Kollo "filigran, nicht als Tenor" auf der MusikWoche-Couch

Für Telamo hat René Kollo ein Album aufgenommen, auf dem er nun nach 50 Jahren in der Klassik Titel aus den Bereichen Schlager, Chanson oder Pop ausgesucht hat. Zugleich kehrt der 83-Jährige damit an seine Anfänge zurück.

30.09.2020 10:32 • von Dietmar Schwenger
Erinnerte auf der MusikWoche-Couch an seine Zusammenarbeit mit Udo Jürgens: René Kollo (Bild: MusikWoche)

Für Telamo hat René Kollo ein Album aufgenommen, auf dem er nun nach 50 Jahren in der Klassik Titel aus den Bereichen Schlager, Chanson oder Pop ausgesucht hat. Zugleich kehrt der 83-Jährige damit an seine Anfänge zurück.

"Nach 50 Jahren Klassik bin ich auf die Idee gekommen, die Uhr zurückzudrehen fast an den Anfang, als ich 1961 mit der deutschen Fassung von >Hello Mary LouImmer wieder geht die Sonne auf< aufgenommen. Mit Udo habe ich ja einiges zusammen gemacht - unter anderem ein ganzes Album mit seinen Liebesliedern. Gern erinnere ich mich auch einen gemeinsamen Abend mit ihm, den wir für das ZDF in der Semperoper aufgenommen haben. Ich halte ihn für den letzten großen Melodienschreiber, wobei ich die Gegenwart nicht kritisieren will." Entsprechend hat Kollo auch Songs aus den vergangenen Jahre wie etwa "Ein Stern (der deinen Namen trägt)" für die CD aufgenommen. Zudem finden sich hier Titel von Reinhard Mey, Karat, Heinz Rudolf Kunze oder Katja Ebstein.

"Viele sagen, das waren doch nur Schlager. Aber mein Großvater Walter und mein Vater Willi Kollo haben auch Schlager geschrieben. Deswegen lag es nah, nun auch Titel aus dem Bereich zu singen. Man kann ja nicht die eigene Familie verleugnen."

Stilistisch verfolgte er bei der Interpretation einen persönlichen Ansatz: "Man darf solche Lieder nicht als Tenor vortragen, das ist nicht der Sinn der Sache. Sie müssen solche Titel filigran und wie ein Chanson singen. Allerdings muss man auch wissen, wie man dafür seine Stimme einsetzt. Aber da ich das schon immer gemacht habe, kann ich das - ich habe den großen, aber auch den kleinen, normalen Ton in mir."