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EVVC Fachtage diskutieren digital

Bei den EVVC Fachtagen, die der Spielstättenverband ab dem 21. September wegen der Corona-Krise nur digital ausrichtet, geht es neben der Pandemie und ihren Folgen für Spielstätten auch um Themen wie Hybridformate oder Personal.

24.09.2020 13:14 • von Dietmar Schwenger
Richtet die EVVC Fachtage digital aus: Ilona Jarabek (Bild: EVVC)

Bei den EVVC Fachtagen, die der Spielstättenverband ab dem 21. September 2020 wegen der Corona-Krise nur digital ausrichtet, stehen mehrere Themen auf der Tagesordnung. Den Auftakt bildete ein Online-Erfahrungsaustausch zum Thema Corona mit rund 50 EVVC-Mitgliedern, Partnern und Experten unter der Moderation von EVVC-Vorstandsmitglied Markus Große Ophoff (Leiter des Zentrums für Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt).

Neben unterschiedlichen Bewertungen hybrider Formate und die Notwendigkeit für die Veranstaltungshäuser, diese auch eigenständig und gewinnbringend anbieten zu können, wurde auch über das Thema Personal diskutiert. Viele Veranstaltungshäuser seien nach wie vor - ganz oder zumindest teilweise - in Kurzarbeit, was die Frage aufwerfe, wie man in Zukunft Menschen wieder in den Betrieb eingliedere, die monatelang nicht gearbeitet haben.

Im Anschluss an den Erfahrungsaustausch lud der EVVC zum Verbände-Talk mit der Fragestellung "Wie kommen wir aus der Krise?" ein. Hierzu stellten sich neben EVVC-Präsidentin Ilona Jarabek Jörn Holtmeier (Geschäftsführer AUMA - Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft), Jens Michow (Präsident und Geschäftsführer BDKV), Jörn Huber (Vorsitzender FAMAB Kommunikationsverband), Marcus Pohl (1. Vorsitzender ISDV - Interessengemeinschaft der selbständigen Dienstleisterinnen und Dienstleister in der Veranstaltungswirtschaft) und Helge Leinemann (Vorstandsvorsitzender VPLT - Der Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik) den Fragen der Moderatorin Bettina Bunge (Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH).

"Jetzt in der Krise hat es sich gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir alle gemeinsam mit einer Stimme sprechen", fasst Ilona Jarabek die Geschehnisse der jüngsten Vergangenheit zusammen. Alle nun im Talk gemeinsam anwesenden Verbände hätten sich in den letzten Wochen und Monaten eng abgestimmt und im Rahmen der Initiative Alarmstufe Rot und einer Demonstration in Berlin eine Handlungsempfehlung der Veranstaltungsbranche für die Politik formuliert.

"Unsere Stimme wurde gehört", so Jarabek weiter. "In Berlin hat sich in der Zwischenzeit die Wahrnehmung der Veranstaltungswirtschaft deutlich erhöht. Sowohl die Bevölkerung, aber auch die Politik verstehen nun zunehmend, wie heterogen die Branche ist und wie viele unterschiedliche Gewerke mit ganz verschiedenen Bedürfnissen hier vereint sind und welche Wirtschaftskraft von ihnen ausgeht."

Durch die im Juni von allen Verbänden gemeinsam veröffentlichte Studie "Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Veranstaltungsbranche" lägen nun belastbare Zahlen vor. Bislang habe die Branche immer nur Anderen eine Bühne bereitet - nun sei es Zeit, dass sie auch für sich selbst spreche und ihre Interessen professionell vertretet. "Stärkere politische Strukturen - sowohl in den Verbänden als auch in den politischen Ressorts - sind hierfür die Voraussetzungen, die es nun zu schaffen gilt", teilt der EVVC mit.

Da der EVVC die ursprünglich vom 20. bis 22. September geplante Fachtagung in Dortmund nicht als Präsenzveranstaltung realisieren konnte, hatte sich der Verband erstmals zu einer rein digitalen Veranstaltungsreihe entschieden. Noch bis zum 8. Oktober bietet der EVVC weitere Web-Formate im Rahmen der digitalen EVVC Fachtage an.