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c/o pop xoxo stellt erste Programmpunkte vor

Vom 21. bis zum 24. Oktober steigt in Köln die Sonderausgabe der c/o pop unter dem Namen c/o pop xoxo. Die Veranstalter von cologne on pop um Norbert Oberhaus und Ralph Christoph wollen dabei "ein pandemiegerechtes Event schaffen", das "trotzdem Spaß macht".

22.09.2020 15:39 • von
Gewinnt Konturen: die co pop xoxo steigt vom 21. bis 24. Oktober 2020 (Bild: c-o-pop.de, Screenshot)

Vom 21. bis zum 24. Oktober 2020 steigt in Köln die virtuelle Sonderausgabe der c/o pop unter dem Namen c/o pop xoxo. Die Veranstalter von cologne on pop um Geschäftsführer Norbert Oberhaus und Programmdirektor Ralph Christoph wollen dabei "ein pandemiegerechtes Event schaffen, das für die Zuschauer*innen, Künstler*innen und das Team sicher ist und trotzdem Spaß macht", wie es auf den neu gestalteten Onlineseiten zu Festival und Kongress heißt. Die eigentlich für den 22. bis 26. April in Köln geplante 17. Ausgabe von c/o pop Festival und c/o pop Convention hatten die Veranstalter aufgrund der Corona-Pandemie kurzfristig absagen müssen.

Rund vier Wochen vor dem Start der c/o pop xoxo stehen nun die ersten Programmpunkte fest. Dabei handelt es sich zunächst um neun Festivalshows und vier Talks in Zusammenarbeit mit dem VUT, der als Partner mit den VUT Indie Days Köln an Bord ist. Weitere sollen im Laufe der Woche folgen, ebenso eine weitere Runde am 14. Oktober.

"Weniger ist mehr", verspricht Convention-Leiter Ralph Christoph im Gespräch mit MusikWoche in Hinblick auf den Umfang von Konzert- und Kongressangeboten, und leitet daraus zugleich einen Anspruch an die eigene Veranstaltung ab: "Das Wenige muss so attraktiv gestaltet sein, dass die Leute lange dabei bleiben."

"Da wir nicht vorhersehen können, wie die Corona-Lage im Oktober sein wird, planen wir vorrangig digital - aber mit Option auf kleine analoge Live-Veranstaltungen mit wenig Publikum vor Ort", erläutern die Veranstalter auf ihren Onlineseiten. Man wolle "live auf einer Online-Multi-Channel-Plattform" senden, "wenn möglich mit exklusivem Publikum vor Ort und ergänzt durch Aktivitäten auf unseren Social Media-Kanälen".

Das Konzertprogramm reicht von etablierten Acts wie der Band Die Sterne, dem Reggae-Funk-Soul-HipHop-Sänger Patrice über die Marching-Kapelle Meute bis zum Duo Odd Couple. Ebenfalls fix gesetzt sind zudem bereits die Songwriterin Lina Maly, Fabian Altstötter aka Jungstötter sowie als Newcomer das Stuttgarter Dream-Pop-Trio Mayla, die 28-jährige Wahlkölnerin Sophia Spies mit ihrem Folk-Experimental-Projekt Faira und Sinu, der "Indie-Pop auf Deutsch und Türkisch" macht und dabei "mal an The xx und mal an Jeff Buckley" erinnere. das Team der c/o pop verspricht anstelle von "ellenlangen abgefilmten Liveshows" nur "die besten Ausschnitte mit hitverdächtigen Songs der hottesten Acts".

Mit dem Herbrands in Ehrenfeld habe man "eine Location, die sehr weiträumig ist und sich in mehrere Räume gliedert". So könne man die Produktionen vor Ort gut entzerren. "Sollten Veranstaltungen mit Publikum Ende Oktober weiterhin zulässig sein, werden wir Karten verlosen und eine kleine Anzahl Menschen einladen, die Konzerte live im Herbrands zu sehen."

Im Kongressbereich sollen derweil "die Auswirkungen der Pandemie auf die Musikbranche" beleuchtet werden, aber auch die Entwicklung von Musik und Konzerten im Streamingbereich. Zudem wolle man "aufsteigenden Bands viel Handwerkszeug und neue Marketingkonzepte für die sich veränderte Selbstdarstellung liefern", versprechen die Veranstalter. Da das sonst im Rahmen der Convention wichtige Networking derzeit nicht möglich sei, "verlagern wir auch unser Convention-Programm ins World Wide Web", wo Panels, Talks und Interviews live per Stream gezeigt werden sollen. "Darüber hinaus gibt es sogenannte Breakout Sessions, das heißt Workshops, die abseits vom Stream über eine Videocall-Software stattfinden."

Registrierungen für Onlinetickets für die c/o pop xoxo Convention sind bereits auf den Webseiten der Veranstalter möglich.

Den Rahmenplan für die Veranstaltung hatten Oberhaus und Christoph bereits im Juni festgezurrt, schon zuvor sprach Oberhaus mit MusikWoche über rechtliche Grundlagen, finanzielle Möglichkeiten und weitere Pläne.

Text: Knut Schlinger