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Charts KW 39: Bonez MC macht das Rennen

Rapper Bonez MC schwingt sich mit "Hollywood" erstmals im Alleingang auf die Pole Position der Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts. Bei den Singles belegt er zudem die Plätze zwei und drei - hinter 24kGoldn feat. Iann Dior mit dem neuen Spitzenreiter "Mood".

18.09.2020 16:25 • von Frank Medwedeff
Top bei den Alben: "Hollywood" von Bonez MC (Bild: 187 Strassenbande_Universal Music)

Bonez MC schwingt sich mit "Hollywood" auf die Pole Position der Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts. Der Rapper holt damit als Neueinsteiger seinen ersten Albumspitzenreiter im Alleingang. Zuvor lag er hier bereits im Duo mit Gzuz mit "High & hungrig 2" (2016), als Mitglied der 187 Strassenbande auf deren Album "Sampler 4" (2017) und im Verbund mit Raf Camora mit "Palmen aus Plastik" (2016) und "Palmen aus Plastik 2" (2018) ganz vorn.

Fynn Kliemann schafft es mit "Pop" als Wiedereinsteiger in dieser Woche auf Rang zwei, nachdem das Allroundtalent noch einige "physische Nachlieferungen" zu den Fans gebracht hat, wie GfK Entertainment bestätigt. Metallica nehmen mit "S&M2", dem Spitzenreiter der letzten beiden Wochen, jetzt Platz drei ein.

Weitere Rockalben kommen als Neuzugänge auf die nächsten beiden Plätze: Auf Position vier debütiert "We Are Chaos", das neue Werk von Marilyn Manson, und von null auf fünf schnellen Artefuckt und deren Veröffentlichung "Gemini".

M.I.K.I rappt sich mit "Kurvenmukke 2" von null auf sechs und schiebt den chinesischen Klaviervirtuosen Lang Lang und dessen Einspielung von Johann Sebastian Bachs "Goldberg Variationen" um eine Stelle zurück auf die Sieben.

Apache 207 behauptet Platz acht mit "Treppenhaus", während Deep Purple mit "Whoosh!" um fünf Ränge absinken auf neun. Eskimo Callboy rocken sich mit ihrer EP "MMXX" direkt auf die zehnte Position.

Dass klassische Klaviermusik momentan schwer angesagt ist, beweist neben Lang Lang auch Igor Levit, dessen neues Album "Encounter" auf Platz 13 ins Geschehen eingreift - drei Positionen vor The Flaming Lips und deren "American Head".

Vier Neuankömmlinge nacheinander finden sich dann auf den Rängen 19 bis 22 mit "Sola Gratia" von Progrocker Neal Morse vor zwei Livealben der Stray Cats ("Rocked This Town - From LA To London)" und von Suzanne Vega ("An Evening Of New York Songs And Stories") sowie Pohlmanns "Falschgoldrichtig".

Universal Music beherrscht die Vertriebsfirmenwertung zu den Top 100 Longplay mittels 53,7 Prozent Marktanteil eindeutig. Vornehmlich Fynn Kliemanns physisch im Eigenvertrieb versandtes Album "Pop" sorgt dafür, dass die von GfK als "Independent/Unknown" geführte Kategorie mit 19,5 Prozent auf Rang zwei kommt und somit Sony Music (11,6 Prozent), Believe/GoodToGo (5,4 Prozent) und Warner Music (4,6 Prozent) hinter sich lässt.

Bei den Singles besteigen die US-HipHopper 24kGoldn und Iann Dior von Rang zwei aus mit ihrem Hit "Mood" den Gipfel - und verhindern somit einen Doppelsieg von Bonez MC. Der neue Longplaychampion belegt hier mit seinem Nummer-eins-Hit aus der vergangenen Woche, "Fuckst mich nur ab", jetzt Position zwei und sichert sich gleichzeitig mit "Ihr Hobby", einer Kollaboration mit 187-Strassenbande-Kumpel Maxwell, den letzten Podestplatz drei.

Um eine Stelle nach unten auf die Vier geht es für den früheren Tabellenführer "Unterwegs" von KitschKrieg & Jamule, und auf der Fünf verharren Jawsh 685 und Jason Derulo mit "Savage Love (Laxed - Siren Beat").

Ein zweiter Neuzugang findet sich noch in den Top 10, und zwar auf Listenplatz neun die Nummer "Berlin lebt immer noch" von Capital Bra.

Universal Music bleibt auch hier aufgrund eines Wochenanteils von 39,6 Prozent die Nummer eins der Distributoren vor Sony Music (29,6 Prozent), Warner Music (22,5 Prozent), Believe/GoodToGo (4,2 Prozent) und Kontor/Edel (3,5 Prozent).

Telamo und Vertriebspartner Warner Music bringen gleich zwei Kopplungen neu aufs Treppchen der Top 30 Compilations: "Schlager 2020" als neue Nummer eins sowie die "Volksmusik Hits 2020" auf Rang drei. Dazwischen rangiert nun die dominierende Compilation der letzten Wochen, "Bravo Hits 110".

Warner Music holt sich bei den Vertriebsfirmen hier klar den Wochensieg mit 58,3 Prozent Marktanteil, gefolgt von Universal Music (32,8 Prozent) sowie Sony Music (6,7 Prozent) und Kontor/Edel (2,2 Prozent).