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Mediengruppe holt Frank Briegmann ins Innovation Board

Über Jahre hinweg sah sich das Musikbiz mit dem Vorurteil konfrontiert, die digitale Revolution verschlafen zu haben. Doch längst hat die Branche bewiesen, dass es gelingen kann, digitale Inhalte zu monetarisieren. Das haben inzwischen auch Medienhäuser erkannt, wie die Berufung von Frank Briegmann (Universal Music) ins Innovation Board des "Handelsblatts" belegt.

17.09.2020 13:48 • von
Hat das Thema des digitalen Wandels längst erfolgreich besetzt: Frank Briegmann, hier jüngst auf der Bühne der ersten digitalen Edition von Universal Inside (Bild: Julia Schoierer)

Über lange Jahre hinweg sah sich die Musikwirtschaft immer wieder mit dem Vorurteil konfrontiert, die digitale Revolution verschlafen und zu spät auf den Wandel weg vom Verkauf physischer Produkte und hin zu digitalen oder mobilen Angeboten reagiert zu haben. Doch längst hat die Musikindustrie den Beweis angetreten, dass es gelingen kann, digitale Inhalte auf breiter Basis nachhaltig zu monetarisieren.

Das haben inzwischen unter anderem auch manche Medienhäuser erkannt, und wollen davon inhaltlich profitieren. Das belegt die aktuelle Berufung von Frank Briegmann, President Central Europe und Deutsche Grammophon Universal Music, ins sogenannte Innovation Board des "Handelsblatts".

Dort gab man am 17. September 2020 bekannt, die Antworten auf Fragen zum Innovationsstandort Deutschland, zur Position der Nation im internationalen Technologiewettbewerb oder zur Entwicklung erfolgreicher Geschäftsmodelle, aber auch zu Fragen rund um Start-ups und Female Entrepreneurship künftig mit Hilfe des neu gegründeten Handelsblatt Innovation-Boards geben zu wollen.

Dem Gremium gehören neben Frank Briegmann die Unternehmensgründer Verena Pausder und Johannes Reck (GetYourGuide) sowie Anne Kjær Bathel (Redi School) an, aber auch Vodafone Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter, SAP-Vorstand Thomas Saueressig und Microsoft-Deutschland-Chefin Sabine Bendiek sowie die Investoren Jeannette zu Fürstenberg (La Famiglia), Hendrik Brandis (Earlybird), Klaus Hommels (Lakestar), Christian Angermayer (Apeiron) und Cornelius Boersch (Mountain Partners).

Den Bogen von der emotionalen zur unternehmerischen Seite der Musik schlug Briegmann bereits in den vergangenen Jahren häufiger: "Es wird in Zukunft praktisch kein Unternehmen mehr geben, das ohne Digital- beziehungsweise Technologie-Kompetenzen auskommt", sagte der Universal-Music-Spitzenmanager zum Beispiel in einem exklusiven Gespräch mit MusikWoche im Herbst 2017: "Innovationsprozesse aktiv zu gestalten und neue Technologien früh in das eigene Geschäft zu integrieren, sind Schlüsselfaktoren für uns. Das macht uns aber nicht zu einem Tech-Unternehmen, sondern schlicht zu einem besseren Musikunternehmen."

Text: Knut Schlinger