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Auch AEG baut keine Arena in Frankfurt

Im Mai hatte ein Konsortium kein "finales Angebot" bei der Stadt Frankfurt für eine neue Multifunktionsarena mehr abgegeben. Nun hat sich auch die Anschutz Entertainment Group zurückgezogen.

16.09.2020 16:51 • von Dietmar Schwenger
Wird mit AEG nun nicht in Frankfurt vertreten sein: Uwe Frommhold, Vice President AEG Facilities Germany (Bild: AEG)

Im Mai 2020 hatte ein Konsortium kein "finales Angebot" bei der Stadt Frankfurt am Main für eine neue Multifunktionsarena mehr abgegeben. Nun hat sich auch die Anschutz Entertainment Group (AEG) zurückgezogen. Damit steht fest, dass der geplante Bau im Gebiet zwischen Frankfurt und Offenbach am Kaiserleikreisel, der bis zu 150 Millionen Euro gekostet hätte und eine Kapazität für 13.000 Zuschauer bieten sollte, gescheitert ist.

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, habe AEG von Anfang an die geplante Arena "eher als Lockstoff für umfangreiche Freizeit- und Einkaufsangebote" an der Stadtgrenze verstanden. Die Stadt Frankfurt habe dagegen auf das Planungsrecht verwiesen, das dem entgegenstehe. Außerdem hätte sich Offenbach massiv beschert, weil die Stadt mehr Verkehr und starke Konkurrenz zum Einzelhandel in der eigenen Innenstadt befürchtete.

Laut "FAZ" wäre AEG "vielleicht" bereit gewesen. auf einen Teil der "Mantelbebauung" zu verzichten, eine komplette Überarbeitung des Konzepts hingegen hätte der Livekonzern allerdings abgelehnt.