Unternehmen

Apple One stößt Spotify sauer auf

Am 15. September bestätigte Apple die Pläne, noch im Herbst mit Apple One zu starten. Kritik kam prompt von den Betreibern von Spotify, die Apple vorwerfen, die marktbeherrschende Stellung des Tech-Konzerns zu missbrauchen.

16.09.2020 16:43 • von Jonas Kiß
Stein des Anstoßes: Apple One verbindet Apple Music, Apple TV+, Apple Arcade, iCloud und weitere Services in einem einzigen Abo-Paket (Bild: Screenshot, apple.com)

Am 15. September bestätigte Apple bei seinem "Time Flies"-Event in Cupertino die Pläne, noch im Herbst mit Apple One zu starten. Dabei sollen alle Abo-Angebote aus dem Entertainmentgeschäft von Apple in ein Bundle zum Sonderpreis geschnürt werden.

Kritik kam prompt von den Betreibern von Spotify, die Apple vorwerfen die marktbeherrschende Stellung des Tech-Konzerns zu missbrauchen, indem es seinen eigenen Apple-Musikdienst begünstige.

"Wieder einmal nutzt Apple seine marktbeherrschende Stellung und seine unfairen Praktiken, um Wettbewerber zu benachteiligen und Verbraucher durch die Begünstigung seiner eigenen Dienste zu benachteiligen. Wir fordern die Wettbewerbsbehörden auf, dringend zu handeln, um das wettbewerbswidrige Verhalten von Apple einzuschränken, das, wenn es nicht kontrolliert wird, der Entwicklergemeinschaft irreparablen Schaden zufügt und unsere kollektiven Freiheiten, zuzuhören, zu lernen, zu erstellen und Verbindungen herzustellen, bedroht", lässt Spotify wissen.

Spotify beschuldigt Apple schon seit längerem, zu viel Macht zu haben und monopolistische Geschäftspraktiken anzuwenden. Erst im Juni 2020 hatten die Wettbewerbshüter der Europäischen Kommission zwei kartellrechtliche Untersuchungen gegen Apple auf den Weg gebracht. Dabei ging es unter anderem um eine Beschwerde von Spotify, die dem Mitbewerber im Streamingmarkt unfaire Geschäftspraktiken vorwarf.

Derzeit befindet sich Apple außerdem mitten in einem Rechtsstreit mit Epic Games, bei dem es um ähnliche Fragen im Zusammenhang mit den Praktiken im App Store geht.