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Vorstand für Music Women* Germany gewählt

Music Women* Germany hat sich nun in Hamburg offiziell als Verein gegründet und zudem einen Vorstand gewählt, dem Musikerin Alin Coen, Amelie Köppl (Pop-Büro Region Stuttgart), Andrea Rothaug (RockCity Hamburg), Jovanka von Wilsdorf (BMG Rights Management) und Pamela Owusu-Brenyah (Afro x Pop) angehören.

16.09.2020 14:31 • von Frank Medwedeff
Bilden den Vereinsvorstand (von links): Alin Coen, Andrea Rothaug, Amelie Köppl (auf dem Bildschirm), Jovanka v. Wilsdorf und Pamela Owusu-Brenyah (Bild: Simon Heydorn)

Die Musikfrauen in Deutschland haben jetzt offiziell ihre eigene bundesweite Interessenvertretung Music Women* Germany gegründet. Der in Hamburg am 14. September 2020 frisch gegründete Verein fungiere ab sofort "als genreübergreifender Zusammenschluss von Personen, die sich als weiblich identifizieren", sowie von entsprechenden Unternehmen, Initiativen und Organisationen und befasst sich national und international mit der Vernetzung, Sichtbarmachung und Förderung von weiblichen Musikschaffenden in Deutschland und Europa. Hierbei werde der Förderung von Geschlechtergerechtigkeit und Diversität in Kultur- und Medienberufen besonders Rechnung getragen.

Einstimmig haben die Gründungsmitgliederinnen die Musikerin Alin Coen, Amelie Köppl (Pop-Büro Region Stuttgart), Andrea Rothaug (RockCity Hamburg/Bundesverband Popularmusik), Jovanka von Wilsdorf (Artist Consultant + Songwriter BMG) und Pamela Owusu-Brenyah (Music Consulting & Event Management/Afro x Pop) in den Vorstand gewählt. Darüber hinaus sollen ein bis zu 20-köpfiger Länderbeirat, ein Speakerinnen-Pool sowie Expertinnen aus der Branche den neuen Verein stärken. Unterstützt wurde die Gründungsversammlung vom Projektträger RockCity Hamburg, der als Ideengeber und "Wiege" des neuen Vereins fungiert habe. Sitz des Vereins ist Hamburg.

Andrea Rothaug erläutert: "Schwerpunkt der Music Women* Germany ist der Auf- und Ausbau der bundesweiten Datenbank, die Überblick über die Musikerinnen, Musikunternehmerinnen sowie Organisationen gibt, die sich mit Frauen in der Musikwirtschaft befassen, und hilft, Frauen in der Musikindustrie sichtbar werden zu lassen. Darüber hinaus sollen Förderprogramme etabliert sowie Netzwerktreffen, Workshops und MeetUps umgesetzt werden, um Frauen in der Musik zu fördern."

Vorstandskollegin Jovanka von Wilsdorf fügt an: "Auch 2020 ist der Gender Gap in der Musikbranche allgegenwärtig. Die 2019 gegründete Initiative geht den Schritt vom bundesweiten Netzwerk zum bundesweiten Verein von und für Musikfrauen in Deutschland. Denn wir brauchen weibliche Rolemodels in den Jobs, das ist das beste Empowerment - und die einzige Möglichkeit, ein neues Normal zu schaffen!"