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Charts KW 38: Metallica und Bonez MC vorn

In den Offiziellen Deutschen Charts behalten bei den Alben Metallica mit "S&M2" die Oberhand vor den Rolling Stones, die mit der Neuauflage ihres 1973er Longplayers "Goats Head Soup" Platz zwei belegen. Bei den Singles macht Bonez MC mit "Fuckst mich nur ab" das Rennen.

11.09.2020 16:03 • von Frank Medwedeff
Hält sich seinen neuen Nummer 1 Award im Singles-Segment vors Gesicht; Bonez MC (Bild: Pascal Kerouche_187 Strassenbande)

Metallica behaupten sich mit "S&M2" an der Tabellenspitze der Top 100 Longplay in den Offiziellen Deutschen Charts. Auf Platz zwei gelangen die Rolling Stones mit "Goats Head Soup", ihrem ursprünglich 1973 veröffentlichten Album, das jetzt in einer klanglich restaurierten und um einige bislang unveröffentlichte Songs erweiterten Wiederauflage erhältlich ist. Das Original kam vor 47 Jahren übrigens ebenfalls auf Platz zwei in Deutschland.

Von null auf drei schwingen sich Zakk Sabbath mit "Vertigo". Die "Supergroup" mit Gitarrist und Sänger Zakk Wylde (Black Label Society, Ozzy Osbourne), Bassist Blasko (Ozzy Osbourne, Rob Zombie) und Schlagzeuger Joey Castillo (Danzig, Queens Of The Stone Age) interpretiert darauf die Songs des Debütalbums von Black Sabbath neu.

Deep Purple verbessern sich passend zu dieser Rock-Hausse mit "Whoosh!" von Rang neu aus der Vorwoche auf vier. Neuzugang an fünfter Stelle ist Joy Denalane mit ihrem auf dem Traditionslabel Motown veröffentlichten "klassischen" Soulalbum "Let Yourself Be Loved".

Der chinesische Star-Pianist Lang Lang kommt mit seiner Interpretation der "Goldberg Variations" von Johann Sebastian Bach auf Platz sechs an. Der "Nacht" widmet Elif ihr neues Album und bringt es damit direkt auf Position sieben. Apache 207 kehrt per Steigerung von Rang 13 auf acht mit "Treppenhaus" in die Top 10 zurück.

Das britische Elektropopduo Hurts platziert sein aktuelles Werk "Faith" auf der Neun, und mit "Hobby" vom singenden Schauspieler Matthias Schweighhöfer (zehn) und den "Halluzinationen" der Schweizer Sängerin und Songschreiberin Sophie Hunger (elf) folgen weitere Neueinsteiger auf dem Fuße.

Nächstes erstmals gelistetes Werk ist dann auf Listenplatz 22 "Versions Of The Truth" von den britischen Progrockern The Pineapple Thief. Unter den ersten 30 debütieren darüber hinaus die schwedische Rockformation Dead Lord mit "Surrender" (Rang 25), Deutschlands Tenor-Ass Jonas Kaufmann mit "Selige Stunde - Romantic Songs" (28), das Tributalbum "AngelHeaded Hipster - The Songs Of Marc Bolan & T. Rex" mit Darbietungen von Elton John, U2, Joan Jett, Nick Cave, Peaches oder Marc Almond (29) sowie All Them Witches, eine Rockband aus der Country-Metropole Nashville, Tennessee, und deren Album "Nothing As The Ideal" (30).

Universal Music beherrscht angesichts eines Marktanteils von exakt 53 Prozent in der ausgewerteten Woche souverän die Vertriebsrangliste im Longplaysegment. Sony Music genügen 18,6 Prozent für Platz zwei. Es folgen Warner Music (10,4 Prozent), Believe/GoodToGo (7,1 Prozent) sowie Alive (3,9 Prozent).

Bonez MC schnellt in den Top 100 Singles mit "Fuckst mich nur ab" sofort auf die Pole Position und nahm von GfK Entertainment schon den Nummer 1 Award dafür entgegen. Der auch als Mitglied der 187 Strassenbande bekannte Rapper verbucht damit (inklusive Kollaborationen) insgesamt schon seine sechste Nummer-eins-Single in den Offiziellen Deutschen Charts.

Rauf von vier auf zwei geht es für 24kGoldn feat. Iann Dior mittels "Mood", während der bisherige Spitzenreiter "Unterwegs" von KitschKrieg & Jamule jetzt Position drei belegt.

Frisch gelistet an Nummer vier ist "Games", eine neuerliche Zusammenarbeit von Ufo361 mit Sonus030. Um zwei Stellen nach unten auf die Fünf geht es es für den amtlichen Sommerhit 2020, "Savage Love (Laxed - Siren Beat)" von Jawsh 685 & Jason Derulo.

Elif schafft es wie bei den Alben in die Top 10: "Augen zu", eine Kollaboration mit Rapper Samra, taucht auf Platz neun auf.

Universal Music liegt auch bei den Singles mit einem Wochenanteil von 35,3 Prozent in der Distributorenwertung an der Spitze. Sony Music befindet sich aber hier mit 31,2 Prozent in Schlagdistanz. Warner Music nimmt anhand von 22,1 Prozent den dritten Rang ein vor Believe/GoodToGo (7,4 Prozent) und Kontor/Edel (3,4 Prozent).

Die umsatzstärkste Compilation heißt nach wie vor "Bravo Hits 110", und auch "The Dome Vol. 95" verharrt in den Top 30 regungslos an zweiter Position. Höchster Neuzugang der Woche (und einziger in den Top 10) ist an dritter Stelle "Ich find Schlager toll - Herbst/Winter 2020/21".

Universal Music ist hier im Vertriebsranking mit 58,2 Prozent dominant. Warner Music erreicht 27,9 Prozent, Sony Music 10,0 Prozent und Kontor/Edel 4,0 Prozent.