Livebiz

Liveumsätze brechen weltweit um 64 Prozent ein

Laut einer aktuellen Studie der Marktforscher von PricewaterhouseCoopers (PwC) büßt die Livebranche wegen der Corona-Krise bei Ticketverkäufen und Sponsoringeinnahmen 18 Milliarden Dollar ein - ein Rückgang um 64 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahr.

11.09.2020 14:57 • von Dietmar Schwenger
Rechnet mit einem Aufschwung nach Corona: PwC (Bild: Screenshot, PwC)

Laut der aktuellen Studie "The Global Entertainment & Media Outlook 2020-2024" der Marktforscher von PricewaterhouseCoopers (PwC) büßt die Livebranche wegen der Corona-Krise bei Ticketverkäufen und Sponsoringeinnahmen 18 Milliarden Dollar ein - ein Rückgang um 64 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahr. Dennoch erwirtschaftet Livemusik im ersten Corona-Jahr 10,4 Milliarden Dollar Umsatz - 3,8 Milliarden an Tickerverkäufen und 2,1 Milliarden Dollar aus Sponsoring. Im Vorjahr betrug diese Summe noch 29 Milliarden Dollar.

Dagegen kommt Recorded Music 2020 laut PwC auf Umsätze von insgesamt 30,4 Milliarden. Der Rückgang im Livesektor trägt auch dazu bei, dass der Gesamtwert der Musikbranche um 17 Milliarden Dollar einbricht. Erstmals seit den 2000er Jahren, als Live die Haupteinkunftquelle von Künstlern wurde, steht nun Recorded Music wieder vor dem Livegeschäft. Allein das Streaminggeschäft beziffert PwC auf einen Wert von 20,4 Milliarden Dollar im Jahr 2020.

Die Marktforscher warten indes auch mit guten Nachrichten auf: Im Livegeschäft rechnet PwC mit einem weltweitem Umsatzplus von 82,6 Prozent. Bis 2024 rechnen mit jährlichen Umsätzen von 29,3 Milliarden Dollar - das wären gut 300 Millionen Dollar mehr als 2019. Trotz des "verlorenen Jahrs" erwarten die Analysten für die Zeit danach konstantes Wachstum für die Livebranche. Ein Anzeichen dafür seien die sogenannten Merger & Acquisitions (M&A) Aktivitäten, die auch während der Krise weitergingen.