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PwC prognostiziert herben Rückschlag für Medien und Entertainment

PwC sagt in seinem "Global Entertainment & Media Outlook 2020-2024" dem Medien- und Unterhaltungsgeschäft im laufenden Jahr ein weltweites Umsatzminus von 5,6 Prozent voraus. Da aber zugleich im Zuge der Corona-Krise die Nachfrage der Verbraucher nach vielfältigen Medienangeboten weiter wachse, halten die Marktforscher in Hinblick auf die längerfristigen Aussichten an ihrer positiven Prognose fest.

03.09.2020 10:42 • von
Dicke Delle im Musikmarkt: die Marktforscher von PwC rechnen in ihrem Global Entertainment & Media Outlook 2020 - 2024 mit einem weltweiten Umsatzminus, gefolgt von einer wieder aufwärts weisenden Kurve (Bild: https://www.pwc.com/gx/en/industries/tmt/media/outlook/segment-findings, Screenshot)

PwC sagt in seinem "Global Entertainment & Media Outlook 2020-2024" dem Medien- und Unterhaltungsgeschäft im laufenden Jahr ein weltweites Umsatzminus im prozentual einstelligen Bereich voraus: "Mit einem Rückgang von 5,6 Prozent - das sind mehr als 120 Milliarden Dollar - verzeichnet die Branche 2020 die stärksten Umsatzeinbußen in der 21-jährigen Geschichte dieser Publikationsreihe", berichtete Werner Ballhaus, globaler Leiter des Bereichs Entertainment & Media bei PwC, bei der Präsentation des aktuellen Berichts: "Von 2008 auf 2009, dem letzten Jahr, in dem die Weltwirtschaft schrumpfte, sanken die Einnahmen nur um drei Prozent."

Damit bringe das Jahr 2020 einen harten Rückschlag für die Medien- und Unterhaltungsindustrie. Da aber zugleich im Zuge der Corona-Krise die Nachfrage der Verbraucher nach vielfältigen Medienangeboten weiter wachse, halten die Marktforscher in Hinblick auf die längerfristigen Aussichten an ihrer positiven Prognose fest und sagen weiten Teile der betroffenen Bereiche eine schnelle Erholung ab: Schon 2021 könnten die Einnahmen der Studie zufolge um 6,4 Prozent steigen. Bis 2024 prognostiziert man für die gesamte Medien- und Unterhaltungswirtschaft eine durchschnittliche Wachstumsrate von 2,8 Prozent pro Jahr.

Die von der Covid-19-Pandemie schwer getroffenen Bereiche wie die Livemusik-, Messe- und Veranstaltungswirtschaft seien indes derweil noch dabei, die neuen Realitäten einer digitalen Welt zu adaptieren und ihre Kunden über passende Plattformen zu erreichen.

Im Musikbereich rechnen die PwC-Marktforscher für 2024 mit weltweiten Umsätzen in Höhe von 119,4 Milliarden Dollar. Nordamerika bleibe dabei der weltweit größte Musikmarkt, den größten Wachstumssprung hingegen für die lateinamerikanischen Regionen. Wachstumstreiber bleibe dabei das Streaming.Im Livebereich drohe derweil angesichts der Corona-Krise eine Konsolidierungswelle, hier würden die großen Player auf die Übernahme kleinerer Akteure zusteuern, und somit ihre Reichweite und Marktpräsenz weiter erhöhen.

Text: Knut Schlinger