Unternehmen

Herbert Grönemeyer widmet Andreas Daermann einen Nachruf

Dass Manager von Musikunternehmen im Trauerfall an die Verdienste und Stärken eines Künstlers erinnern, sieht man in der Branchenpresse immer wieder. Andersherum aber sind Nachrufe von Kreativschaffenden auf ihre Partner eher selten zu finden. Herbert Grönemeyer macht aktuell eine Ausnahme - mit persönlichen Worten an den verstorbenen Andreas Daermann, an den auch Jan Delay, Samy Deluxe und Max Herre erinnern.

03.09.2020 09:33 • von
"Du bleibst!": Herbert Grönemeyer einnert auf seinen Facebook-Seiten an en verstorbenen Andreas Daermann (Bild: facebook.com/herbertgroenemeyer, Screenshot)

Dass Manager von Musikunternehmen im Trauerfall an die Verdienste und Stärken eines Künstlers erinnern, sieht man in der Branchenpresse immer wieder. Andersherum aber sind Nachrufe von Kreativschaffenden auf ihre Partner eher selten zu finden. Herbert Grönemeyer macht aktuell eine Ausnahme - mit persönlichen Worten an den kurz zuvor verstorbenen Andreas Daermann.

"Es gibt in der Geschichte von Künstler mit Plattenfirma wenige Charaktere und Menschen, die mit Wärme, Herzblut, Sorgfalt und Zuwendung sich für den Künstler Gedanken machen, ihn auf Händen tragen und ihn für seine Zerbrechlichkeit und Verwegenheit schätzen und für ihn in alle Breschen springen", schreibt Herbert Grönemeyer auf seinen Facebook-Seiten. "So ein Mensch ist Andreas Daermann."

Beide hatten bei Universal Music miteinander gearbeitet.

"Es ist unfassbar, taub und voller Schmerz, dass er plötzlich nicht mehr da ist", schreibt Grönemeyer. "Sein fehlender liebevoller Blick, seine tiefe Würde und seine unbedingte, seelenvolle Nähe reißen durch sein Nichtmehrdasein eine herbe Schneise. Du bleibst! Hab' eine feine, gute Reise!"

Jan Delay, Samy Deluxe und Max Herre hatten bereits zuvor via Instagram Botschaften an den Verstorbenen gerichtet.

Andreas Daermann, zuletzt Senior Director Marketing VEC & Artist Relations bei Universal Music, verstarb am 31. August 2020 im Alter von 57 Jahren. Frank Briegmann (President und CEO) und Tom Bohne (President Music) hatten sich bereits tief bestürzt über den "völlig unerwarteten" Tod ihres geschätzten und langjährigen Mitarbeiters gezeigt.

Text: Knut Schlinger