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Amazon schließt Streamingdienste Amazon Music und Twitch kurz

Das Thema Livestreaming blühte mit der Corona-Krise deutlich auf. Im Hause Amazon greift man das nun auf, und bindet die Live-Funktionalitäten des konzerneigenen Dienstes Twitch mit in die Apps von Amazon Music für iOS- und Android-Nutzer ein.

01.09.2020 17:42 • von
Bringt bewegte Bilder und zusätzliche Möglichkeiten der Interaktion mit Hörern und Fans unter das Dach des Streamingdienstes: Livesendungen via Twitch sollen fortan Teil des Musikangebots von Amazon Music sein (Bild: Amazon)

Das Thema Livestreaming blühte mit der Corona-Krise deutlich auf. Im Hause Amazon greift man das nun auf, und bindet die Live-Funktionalitäten des seit 2014 zum Amazon-Imperium gehörenden Dienstes Twitch mit in die Apps von Amazon Music ein. Die Nutzer von iOS- und Android-Geräten sollen somit ab sofort "auf eine ganz neue Art und Weise mit Künstlern in Kontakt treten und nahtlos zwischen Live-Streams und aufgezeichneter Musik wechseln" können, wie der Konzern verspricht.

Bei Amazon taxiert man die Reichweite von Amazon Music über die verschiedenen Ausbaustufen des Streamingdienstes - vom kostenlosen Einsteigermodell bis hin zum Premium-Angebot Amazon Music HD - auf weltweit mehr als 55 Millionen.

"Die Kombination von Live-Streaming in Verbindung mit der On-Demand-Wiedergabe von Songs auf Amazon Music ist bahnbrechend", sagt Ryan Redington, Director Amazon Music, zur Bekanntgabe. "Wir geben Künstlern mehr Möglichkeiten an die Hand, direkt mit Fans in Kontakt zu treten." Diese neue Funktion hätte "zu keinem wichtigeren Zeitpunkt in der Branche ankommen" können, ergänzt Redington. Schließlich hätten bereis "über 1000 Künstler" ihren Amazon-Music-Account mit Twitch verbunden - "und das ist erst der Anfang". Mit dem Schulterschluss der beiden Streamingdienste "machen wir es Künstlern aller Genres - egal an welchem Punkt ihrer Karriere sie stehen - möglich, die soziale Bedeutung von Live-Streaming zu nutzen, um mehr Aufmerksamkeit für ihren Katalog aufgenommener Songs zu schaffen".

Tracy Chan, Vice President und Head of Music bei Twitch, spricht zudem von der "nächsten Phase unserer laufenden Partnerschaft mit Amazon Music", die eine "völlig neue Welt der Live-Musik-Erfahrungen und des Engagements" erschließe: "Besonders jetzt, in einer Zeit, in der traditionelle Veranstaltungsorte geschlossen sind und Tourneen abgesagt wurden, suchen Musiker nach neuen Wegen, um weiterhin kreativ zu sein, mit Fans in Kontakt zu bleiben und eine Gemeinschaft aufzubauen." Twitch sei zu einem Ort geworden, an dem man Live-Erlebnisse mitgestalten könne, und diese seien nun "für die 55 Millionen Kunden von Amazon Music in-App zugänglich".

Unter anderem sollen Musikhörer über Push-Benachrichtigungen auf aktuelle Live-Aktivitäten von Künstlern hingewiesen werden, denen sie folgen. ABer auch eine neue "Live"-Seite soll bei Amazon Music zum Stöbern einladen.

Für Künstler und ihre Partner soll es zudem möglich sein, über das im Frühjahr neu gestartete Tool Amazon Music for Artists ihre jeweiligen Twitch-Kanäle mit Amazon Music zu verlinken. Details dazu hält das Unternehmen auf seinen Onlineseiten bereit.

Passend zum Launch verweist Amazon auch auf ausgewählte Live-Events: So laden die HipHop-Künstler Dardan und Monet192 am 3. September ab 19:30 Uhr zu einer Listening Session mit anschließender Fragerunde, am 4. September ab 17:00 Uhr folgt eine Fragerunde der Singer/Songwriterin Elif, und Brandon Flowers und Ronnie Vannucci Jr. von The Killers stellen sich ebenfalls am 4. September aber ab 19:00 Uhr Fragen von Fans zu ihrem neuen Album.