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BMG legt zum Halbjahr um fast fünf Prozent zu

Der Bertelsmann-Konzern verbuchte im ersten Halbjahr 2020 ein Umsatzminus im gerade noch prozentual einstelligen Bereich und lag auch unterm Strich unter dem Vorjahr. Die Musiktochter BMG hingegen legte bei den Einnahmen prozentual einstellig zu, und erzielte ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau.

01.09.2020 11:37 • von
Konnte mit dem BMG-Team den digitalen Umsatzanteil steigern: Hartwig Masuch (Bild: Barbara Dietl)

Der Bertelsmann-Konzern verbuchte im ersten Halbjahr 2020 ein Umsatzminus im gerade noch prozentual einstelligen Bereich und lag auch unterm Strich unter dem Vorjahr. So danken die von Anfang Januar bis Ende Juni erzielten Einnahmen im Vorjahrsvergleich um 8,9 Prozent auf nun 7,8 Milliarden Euro. Vor allem die RTL Group und Gruner + Jahr hätten im Zuge der Corona-Krise Rückgänge in der Werbevermarktung gespürt, hieß es bei der Vorlage der Halbjahresbilanz. Das Konzernergebnis lag in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres bei 488 Millionen Euro und somit um knapp drei Prozent unter den im ersten Halbjahr 2019 erwirtschaftete 502 Millionen Euro.

"Wir sind gut in das Jahr gestartet, spüren jedoch seit März die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie - insbesondere auf den Werbemärkten", sagte der Bertelsmann-Vorstandsvorsitzende Thomas Rabe bei der Vorlage der Zwischenbilanz. Man profitiere in der aktzellen Situation von einem "breiten Konzernportfolio" und "dem hohen Anteil digitaler Geschäftsmodelle", ergänzte Rabe: " Die Rückgänge bei den Werbeerlösen konnten insbesondere durch die gut laufenden Buchverlage, das Musikgeschäft, die Arvato-Dienstleistungsgeschäfte und das Bildungsgeschäft, aber auch durch aktives Kosten- und Cashflow-Management zu einem beträchtlichen Teil ausgeglichen werden."

So legte die Musiktochter BMG bei den Einnahmen prozentual einstellig zu, und erzielte ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau: Die Halbjahresbilanz von Bertelsmann weist für das von CEO Hartwig Masuch geleitete Unternehmen Umsätze in Höhe von 282 Millionen Euro aus, ein Plus von 4,8 Prozent zu den 269 Millionen Euro aus dem Vorjahreszeitraum; das Operating EBITDA blieb mit 49 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. BMG "profitierte weiter von der weltweit wachsenden Musikstreaming-Nachfrage und steigerte den Erlösanteil digitaler Geschäfte am Gesamtumsatz", heißt es aus dem Hause Bertelsmann.

Zum Halbjahr 2019 und zum Gesamtjahr verbuchte BMG noch prozentual zweistellige Zuwächse.

Text: Knut Schlinger