chartwoche.de

Charts KW 34: Deep Purple zum Neunten

In den Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts brettern Deep Purple mit "Whoosh!" rasant auf die Pole Position und verbuchen hier ihr neuntes Nummer-eins-Album. Bei den Singles geht der Sommerhit des Jahres, "Savage Love (Laxed - Siren Beat)" von Jawsh 685 & Jason Derulo, erstmals auf eins.

14.08.2020 16:00 • von Frank Medwedeff
Wahre Hardrock-Urgesteine: Deep Purple (Bild: earMusic_Ben Wolf)

In den Top 100 Longplay der Offiziellen Deutschen Charts brettern Deep Purple per "Whoosh!" rasant auf die Pole Position. Es ist das neunte Nummer-eins-Album der Band in Deutschland, die hierzulande vor genau 50 Jahren mit "Deep Purple In Rock" zum ersten Mal das Feld anführte. Zwischendurch triumphierten die englischen Hardrockhelden hierzulande noch mit den Studioalben "Fireball" (1971), "Machine Head" (1972), "Burn" (1973), "The House Of Blue Light" (1987), "Now What?!" (2013) und "inFinite" (2017) sowie auch mit dem Live-Doppelalbum "Made In Japan" (1972).

Weitere Neuzugänge sichern sich in dieser Woche die übrigen Podestplätze: Frisch gelistet auf zwei ist "Brotherhood" der Brüder4Brothers, einem gemeinsamen Projekt der Südtiroler Band Frei.Wild und der US-amerikanischen Motorradschmiede Orange County Choppers. Und auf der Drei landet das Berliner Produzententeam KitschKrieg mit seinem gleichnamigen Longplayer.

Vorwochensieger Apache 207 nimmt mit "Treppenhaus" nun Rang vier ein. Taylor Swifts "Folklore" steigt von 16 auf fünf, nachdem das Werk in der ausgewerteten Erhebungswoche nun erstmals auch als physisches Produkt zu beziehen war.

Noch vier Neueinsteiger bringen es in die Top 10: die K-Pop-Überflieger BTS mit "Map Of The Soul: 7 The Journey " (Rang sechs), das Berliner HipHop-Duo Zugezogen Maskulin mit "10 Jahre Abfuck" (sieben) sowie die Sampler "Das Beste" der MusikApostel (acht) und "Best Of" von Oonagh (zehn). Dazwischen rangieren noch auf Position neun die Amigos und ihre "Tausend Träume" (Vorwoche: drei).

Das österreichische Trio MusikApostel kommentiert seinen Top-10-Eintritt wie folgt: "Was für ein Hammer, wir sind sprachlos. Zu unserem Jubiläum gleich in die Top 10 einzusteigen, ist einfach unbeschreiblich! Danke an Ken Otremba und sein tolles Telamo-Team, an unseren Manager Manfred Wodara und vor allem an unsere Fans. Ohne euch hätten wir das nie geschafft!"

Telamo-Geschäftsführer Ken Otremba ergänzt: "Herzlichen Glückwunsch! Wir sind stolz, dass die erste Veröffentlichung der MusikApostel bei Telamo auf Anhieb den Sprung in die Top 10 schafft. Mein Dank geht auch an unseren Partner Starwatch für seinen Support."

Immerhin sofort nach VÖ in die Top 20 rocken sich Joe Bonamassa mit "A New Day Now" (Rang 13), Tamas mit "Hysterie" (17) sowie die Leipziger Brass-Punk-Combo 100 Kilo Herz, deren aktuelles Album den Titel "Stadt Land Flucht" trägt (19).

Universal Music reichen 26,7 Prozent Marktanteil für die Rückeroberung der Tabellenführung in der Vertriebsfirmenrangliste zu den Longplaycharts. Sony Music belegt den zweiten Platz (20,6 Prozent), dichtauf folgen Kontor/Edel (19,9 Prozent) und Warner Music (18,1 Prozent). Auch der Verbund Believe/GoodToGo erreicht mit 12,1 Prozent ein zweistelliges Ergebnis vor dem Komma.

In den Top 100 Singles steigt der von GfK Entertainment zum Sommerhit des Jahres 2020 ausgerufene Track "Savage Love (Laxed - Siren Beat)" von Jawsh 365 & Jason Derulo von Vorwochenplatz vier aus erstmals nach ganz oben. "Bläulich" von Apache 207 bleibt die Nummer zwei, gefolgt von den höchsten Neueinsteigern der Woche: "Unterwegs" von KitschKrieg & Jamule (drei) und "24 Stunden" von Samra (vier). Auf Platz fünf verharrt Apaches Track "Unterwegs" - womit sich zwei Songs mit dem gleichen Namen in den Top 5 tummeln.

Eine Direktlandung in den Top 10 legen noch KC Rebell und Summer Cem hin, deren Kollaboration "QN" an neunter Stelle debütiert.

In der Firmenwertung der Vertriebe hat Universal Music anhand eines Wochenanteils von 36,3 Prozent die Nase vorn im umkämpften Wettstreit der Majors gegenüber Sony Music (33,1 Prozent) und Warner Music (22,6 Prozent). Von den Indies schneiden Believe/GoodToGo (4,5 Prozent) und Kontor/Edel (3,6 Prozent) am besten ab.

Die "Bravo Hits 110" behaupten souverän die Spitzenposition in den Top 30 Compilations. Top-Neuzugang ist hier auf Listenplatz zwei die Zusammenstellung "Schlager für Alle: Die Neue - Herbst/Winter 2020/2021". "The Dome - Summer 2020" sinkt um eine Stelle auf die Drei.

Ad hoc in die Top 10, und zwar exakt auf Rang neun, schafft es noch "TechnoBase FM Vol, 28" aus dem Hause Zyx.

Warner Music behält mit 61,1 Prozent Wochenanteil die Distributorenwertung im Griff. Universal Music bringt es auf 18,0 Prozent und verweist Sony Music (13,9 Prozent) auf den dritten Platz, gefolgt von Kontor/Edel (4,4 Prozent).